Death Feast Open Air 2011
von: Stefan SchulzeSind wir dabei... klar sind wir dabei! Und so haben wir gleich drei Leute zum Festival geschickt, um Eindrücke zu sammeln. Naja, stimmt nicht ganz, denn während pitWorker Flo gleich noch beim Aufbau, der Orga während des Festival und dem Abbau zu tun hatte, konnte es sich Kollege Christof dagegen gut gehen lassen... und das hat er auch getan. Drei Tage Death Metal, saufen bis zum Umfallen und Schlammschlacht auf und neben dem Festivalgelände waren angesagt! Also bitte Christof, was ist im Suff denn noch hängengelieben:
Christof:
Tut mir Leid für den späten Nachbericht, Leute, aber ich musste mich einfach mal von dem geilsten Erholen was ich seit langer Zeit mitbekommen habe. Und dann waren ja auch noch direkt weitere Festivals, die besucht werden sollten. Zugegebenermaßen war das Wetter beim DFOA mehr enttäuschend, aber es war zu verschmerzen, dann wurde eben eine Schlammschlacht ausgerufen. Der Sound war absolut okay und die Bands haben rausgeholt was nur ging. Gerade Dismember, Exhumed, Pestilence, Morgoth, Vader und Krisiun haben alles mit ihren wundervollen Gitarrenklängen niedergemäht. Den diesjährigen Drumcontest hat der 23jährige Toni Merkel souverän gewonnen. Ansonsten bleibt zu sagen, dass die Party absolut der Hammer war. Im Diskozelt hat Dj Throatcancer die Leute bis in die frühen Morgenstunden bei Laune gehalten und so ziemlich jeden Wunsch erfüllt. Die Orga hatte soweit auch alle im Griff, so dass das Festival sehr geordnet, aber weniger ruhig von statten ging, denn auch auf dem Zeltplatz waren jeden Menge Feten zugange. Ich persönlich kann nur sagen, dass ich mich auf das nächste Jahr freue und garantiert wieder da sein werde. Stay brutal, euer Chris!
pitWorker Flo, rastloser Rumtreiber und für pitXplorer ständig unterwegs, hat diesmal dem Festival-Team angehört und konnte so gleich auch einen Blick hinter die Kulissen werfen:
Der Flo:
Die schwarze Heide bei Hünxe ist nicht erst seit gestern bei Festivalbesuchern der verschiedensten Colour ein Begriff. So fand sich Ende Juni wieder die weltweite Grindcoregemeinde ein, um dort drei Tage lang ordentlich zu feiern und zu moshen. Da das Festival in diesem Jahr mittlerweile in die fünfte Runde ging, hatte sich das Veranstalterteam um Bcp Chef Mike für dieses Jahr etwas Besonderes ausgedacht. Trotz stetig wachsender Zuschauerzahlen rùckte man zum ersten DFOA Jubiläum etwas zusammen und verkleinerte das Festivalgelände etwas, aber auf die Besucher wartete noch das ein oder andere Schmankerl. Bereits ab Mittwoch bezogen die ersten feierwütigen Bree City um die Nacht im Partyzelt bei Bier, Cocktails und ordentlichem Gebolze zu verbringen.
Donnerstag war es dann soweit und der Festivalground wurde eröffnet. Als das Gehämmer los ging verschwand auch das letzte Tier vom Gelände und der Festival Ground gehörte für die nächsten drei Tage den Langhaarigen. So verbrachte ein Grossteil der Besucher die Tage bei literweise Bier auf dem Festivalgelände und die Nächte bei nicht weniger geistvollen Getränken im Turock Partyzelt. Als diesjähriges Highlight hatte sich die BCP Crew einen Wettbewerb der besonderen Art ausgedacht. Zusammen mit dem House of Drums lud man zum Blastmaster Contest ein. Wer wollte konnte in zwei Kategorien, entweder mit den Füssen oder mit den Händen seinen schnellsten Blastbeat hinlegen und so entweder eine limitierte DFOA Snare oder eine Double Bass gewinnen. Die jeweiligen Tagesgewinner traten am Samstag in der Kategorie Snare noch einmal gegeneinander an um einen Gesamtsieger zu ermitteln. Die drei Kontrahenten feuerten eine Minute lang alles raus was ihre Unterarme zu bieten hatten. Der Gewinner lag dann bei 960 Anschlägen in einer Minute! Ein sensationelles Ergebnis und auch an dieser Stelle noch eimmal Glückwunsch von unserer Seite. Das Ergebnis zeigt deutlich das Death- und Grindcore wesentlich mehr als stumpfes Gebolze sind und vor allem was das schlagzeugerische zu einer der anspruchsvollsten Genres zählt.
Wie in jedem Jahr ging das Festival viel zu schnell vorbei. Um sich gebührend von der Schwarzen Heide zu verabschieden, ließen viele das Festival im Partyzelt ausklingen und feierten bis in die frühen Morgenstunden. Auch das fünfte DFOA war ein voller Erfolg, abgesehen von stetig wachsender Besucherzahlen ist das Festival auch ein wenig erwachsener geworden, eine gute Organisation sowie eine gute Versorgung sowohl mit den festen als auch mit den flüssigen Nahrungsmitteln sowie mit den hochkarätigen Band zu einem vollen Erfolg werden lassen. Abschliessend bleibt mir nur noch zu sagen: es war schön und ich freue mich aufs nächste Jahr.
pitWorker Schulze hingegen war in diesem Jahr Festivalpendler und machte sich am späten Samstag-Nachmittag auf zum DFOA nach Hünxe. Eine Irrfahrt wie er feststellen musste... dafür eine, die sich gelohnt hat.
Der Schulze:
"Hey Flo, wie ist es kriegste noch Luft oder steckste schon bis zur Stirn im Moor?"! Keine Frage, wer noch kein Ticket hatte musste sich mit Sicherheit aufraffen, um sich an dem Regentag auf dem Weg nach Hünxe zu machen. Nach dem ich um kurz nach 18 Uhr am Bahnhof an kam, auf Grund der Verspätung des Zuges gleich noch den letzten Shuttlebus verpasst habe, musste der einheimische Taxifahrer herhalten, um mich zum Gelände am Flugplatz Schwarze Heide zu kutschieren. Dieser meinte es dann gleich auch zu gut und steuerte geradewegs den matschigen Feldweg an, um mich so nah wie möglich am Gelände abzusetzen. Keine gute Idee? Denn er musste schnell feststellen, dass das bei Hinterradantrieb und dem nassen und matschigen Feld nicht wirklich eine gute Idee war. Während der Taxifahrer also noch versuchte unter Anfeuerung zahlreicher Gäste aus dem Matschfeld herauszukommen, machte ich mich auf über das Zeltgelände, um endlich da anzukommen wo ich hinwollte.
"Ey Schulze....komm'se rein... hab noch nen Döschen übrig", schalte es aus einem Zelt und siehe da, die ersten bekannten Gesichter luden erst einmal zum Umtrunk im - nicht mehr ganz so trockenen - Zelt ein. Frisch gestärkt wollte ich dann doch einmal sehen was sich so auf dem Gelände tut. Also, ab zur Kasse, kurz vorgestellt und schnurstracks in Richtung Bühne. Während die harten Männer trotz des Regens und Oberkörper frei sich vor der Bühne eine Schlammlacht lieferten, führte es mich erst einmal zum abgelegenen Bierstand am anderen Ende des Geländes. Warum? Naja, es gab eine Unterstellmöglichkeit und Durst war auch da. Während die meisten Besucher auf die 1 Liter Becher zurückgriffen blieb ich aber beim kühlen Blonden in normaler Größe und selbst damit verlor ich in den meisten Fällen den Wetttrinkcontest gegen die Mega-Becher. Tja, ich musste mich geschlagen geben, dafür konnte ich aber noch stehen. Unserem russischen Freund, der dann hinter dem Stand herstürzte ging es anders. Seine körperliche Verfassung ließ während seines unverständlichen Monologs rapide nach und während turock Chef Peter schnell in den Bierstand flüchten konnte, blieb mir nichts anderes übrig als das Kauderwelsch die nächste halbe Stunde mit den Worten "ähm" und "ja" und "you are the best" brav abzunicken.
Geländemäßig war das Festival gut abgesteckt, die Fläche nicht zu groß, mit gutem Blick auf die Bühne von allen Winkeln und so konnte ich mir Bands wie The Rotted, Krisiun und Vader reinziehen bevor die abschließende Party im großen Festzelt abging. Übrigens, bei dem Wetter war dieses sowieso durchgehend gut besucht, nicht zu letzt weil die große Theke einem schnell ermöglichte an flüssigen Nachschub zu kommen, sondern auch zu gemütlichen Gesprächen einlud. Falls man denn noch einen Platz an einem der Bierzeltgarnituren fand, der nicht von Müll und Essenresten überlagert waren. Hier besteht auf jedenfall Verbesserungsbedarf... denn wenn man nicht aufpasste, hatte man erst den linken Ellenbogen im Ketchup und anschließend den rechten im Senf. Farblich vielleicht ganz interessant, nervte aber doch! Für mich war der Abend nicht so lang, denn am Sonntag rief schon das nächste Festival. Aber eins steht fest, 2012 soll's dann auch mal länger zum Death Feast Open Air gehen... vielleicht dann auch mit Zelt, wenn das Wetter denn mitspielt. Egal wie es aussieht... und hoffe dann auch Karin und Marcel wiederzusehen! Denn zur Verabschiedung hieß es schließlich: "Bis nächstes Jahr Schulze... und dann Liebeszelt, wa". Was immer das heißen mag... die Einladung ist angenommen :-)
Die letzten Worte hat Organisator Mike, der sich nach dem DFOA so zu dem Festival so äußerte:
5 Jahre Death Feast Open Air ... und ihr habt Geschichte geschrieben. Mein Dank gilt euch: all den feierwütigen und abgedrehten Gästen, die eine der heftigsten Parties der letzten 5 Jahre mit uns gefeiert haben. Ihr habt das 5-jährige Jubiläum zu einem echten Highlight für alle Beteiligten gemacht - und das bei einer absolut friedlichen Atmosphäre. Ein fettes Dankeschön für eure kreativen Kostüme, eure Ausdauer im Circle Pit und den Umgang mit neuen Situationen am Gelände oder vor der Bühne!!! Ebenfalls möchte ich meiner Crew danken, die bis zum Umfallen gearbeitet hat, um das alles überhaupt erst möglich zu machen. Ihr habt meinen tiefsten Respekt.
Ach so, in Kürze soll es dann auch weitere Infos zur D:F:O:A DVD 2010 geben. Schaut doch einfach mal bei www.deathfeast.de vorbei...
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