Archiv nach Interpret

Audiogen - Audiogen

von: Stefan Schulze
Wertung:
8 von 10 Punkten
Label:

V.Ö. Datum:
01.09.2006

Artistinfos: Audiogen
Audiogen Homepage AudiogenProfil bei MySpace Audiogen on LastFM

Das Ingolstädter Trio ala Sylvia Staas (Gesang), Michael Irmler (Gitarre) und Chris Hofbauer (Drums) ist neu - hart - laut - deutsch! So zumindest kündigen sich die Musiker auf ihrer Homepage an... Die Ursprungsband namens Meskalin und damit verbundene Musik ist mir nicht bekannt. Schon eher die Droge, aus Mexiko ihren Weg nach Europa findet und nach denen sich die Band damals genannt hat. Durch die musikalische Veränderung treten die Musiker nun unter dem Namen "Audiogen" auf. Wollen wir doch mal schauen, ob die wie weit die Drei von ihrem vernünftigen Gehör abgewichen sind und was für ein Sound dabei herausgekommen ist.


Und was ist es, was Audiogen ausmacht? Rock…? Metal…? E-Pop…? Der erste Song "Neue Energien" wird mit bestimmenden harten Gitarrensounds eingeläutet, die nach eine halben Minute abflachen und die ruhige Stimme von Sängerin Sylvia einsetzt. Zum Refrain beherrschen Drums und Gitarre wieder. Sehr gut gefällt mir der Gesang. Die Frontfrau überzeugt mit klarer aber zum Teil sehr kräftigen Stimme. So gar nicht "Schwerelos" kommt der zweite Track daher. Aber die harten Rocksounds werden auch hier schnell wieder zurückgefahren und geben dem Gesang erneut eine ruhige Plattform. Bei "Mondbar" löst die Stimme von Sylvia Staas einen Hauch von Melancholie aus. Mit knapp 3 1/2 Minuten handelt es sich nicht nur um den kürzesten Song, sondern auch um den Ruhigsten.


Auch Eigenproduktionen können qualitativ hoch angesiedelt sein. Das zumindest zeigt uns diese aktuelle Scheibe. Klasse Stimme über die ganze Bandbreite der Songs und herausragende Gitarre (besonders beim Song "Raum aus Glas") zeichnen die Platte raus. Lyrisch bewegt man sich eine Sphäre höher als aktuelle Deutsch-Pop Sternchen. Schließlich handelt es sich hier um Deutsch-Rock. Einige wenige musikalische Elemente könnten hier auch den Hardrocker überzeugen, doch dieser gehört eher nicht zur eigentlich angesprochenen Zielgruppe. Liebhaber der melancholischen Schiene, bei denen rockige Gitarrensaiten und überzeugende Drums nicht fehlen dürfen, können ohne Zögern zugreifen.


Mir persönlich haben die musikalisch härteren und schnelleren Songs gefallen. Ein kleiner Kritikpunkt der hier angebracht wäre, ist einzig der, dass zwei, drei Songs die Power "entzogen" wird. Gerade in den ersten Tracks, ist dafür die helle Stimme der Fronfrau verantwortlich. Aber hier spricht der Liebhaber härterer Takte!




<< Zurück