Archiv nach Interpret

Chelsea Smiles, The - Thirty Six Hours Later

von: Stefan Schulze
Wertung:
8 von 10 Punkten
Label:
People Like You Records
V.Ö. Datum:
01.12.2006
12 Tracks
Artistinfos: Chelsea Smiles, The
 Chelsea Smiles, TheProfil bei MySpace Chelsea Smiles, The on LastFM

The Chelsea Smiles, bestehend aus Todd Youth (Gesang, Gitarre), Skye Vaughan Jayne (Gesang/Gitarre), Johnny Martin (Bass) und Karl Rosqvist (Drums) sind alle keine Unbekannten mehr. Der "jugendliche" Todd spielte bereits in Bands namens Murphy's Law, D-Generation, Danzig oder Motörhead. Und schaut man auf die gesamten Tracks, so ist eine gehörige Portion musikalischen Einflusses mit hinüber geschwappt. Aber mal von vorne.


Die etwas mehr als 30 Minuten Gesamtspielzeit beginnen leider etwas "harmlos". Übliche Punk Sounds, ein etwas daher gelallter Refrain, aber dafür einwandfreies Saitengezupfe des Gitarristen. Deshalb lasse ich den Titel "Nothing Wrong" hier nicht so ganz gelten. Dann allerdings folgt "I Want More", ein Track der einfach nur rockt. Leider hört man sofort raus, was Todd Youth mit I Want More meint, nämlich eine Portion mehr Kraft in der Stimme. Die könnte er hier nämlich gebrauchen. Und hör ich da etwa ein Keyboard, dass den Beginn von "Heart Attack" einleitet? Abgesehen von dem unbedeutenden Instrument bin ich erstmals von einem Song überzeugt. Zwar fällt dieser in den Refrain etwas aus dem Rockschema überzeugt aber insgesamt von absoluter Spielfreude und kann sogar mit dem einfallslosen Backgroundgesang ("Ooohhoohhooo") begeistern. Denn oft sind es ja mal die Background Vocals die den Song versauen. Hier glücklicherweise nicht.


"Nothing To Loose", "Pilbox" und "Alright, Alright" sind klasse aber unauffällige Punkrock-Songs, die dem Ohr betreffend nicht ausser acht gelassen werden sollten, aber für unsere Review unerheblich sind. Doch da gibt es noch ein paar Neuigkeiten für dich: Herr Youth bewegt sich hier wieder im musikalischen Mittelfeld. Vor ihm Drums und Gitarre und hinter ihm die Background-Vocals. "News For You" gehört mit seinem rotzigen Sound zu meinen persönlichen Favorites dieses Albums. Charakteristisch Treu bleiben sich auch die folgenden Songs, die insgesamt zu zwölft auf der Platte vertreten sind. Die treue hat aber leider zur Folge, dass sich das Album letztlich etwas zieht und Abgrenzungen zwischen einzelnen Songs nicht mehr eindeutig rauszuhören sind.


Aschließend bleibt zu sagen: Immer wieder lässt Tod Youth zu, dass sich die Instrumente in den Vordergrund drängen. Er selbst bleibt stimmlich oft zurückhaltender, schafft es aber trotzdem nicht ganz unterzugehen. Auch wieder ein mehr als akzeptables Album und beständig rockig. Wo bleibt eigentlich mal der richtige Griff ins Klo von People Like You. Derzeit scheinen sie echt eine Händchen dafür zu haben, gute Bands auf ihr Label zu locken!

Mehr über Chelsea Smiles, The:
Interviews: The Chelsea Smiles




<< Zurück