Country Bob & The Bloodfarmers - I Cut Out Her Heart
von: Stefan Schulze
Label:
Impact Records
V.Ö. Datum:
04.12.2006
13 Tracks
Artistinfos: Country Bob and the Bloodfarmers

43 Minuten Spielzeit präsentieren die Musiker von Country Bob &; The Bloodfarmers auf ihrem aktuellen Album "I Cut Out Her Heart And Stomped On It". Mit punkigem Horrorsound kommt der Opener "Opry Star" daher. Gemixt mit klassischen Rock und genauso zusammen gemixt wie die Bandmitglieder selbst. Und diese sind Country Bob - Tex (Vox / Guitar), Big Gom (Bass / Vox), Cliff Hill (Drums / Vox), John Ogres (Guitar / Vox) und John Koester (Guitar / Vox) Bleibt der erste Track ein wenig unspektakulär, so befindet sich "The Head On The Sidewalk" auf der Überholspur und rast in knapp zwei Minuten Spielzeit - trotz zwischenzeitlich langgezogener Lyrics - an einem vorbei. Gut interpretiert auch der vom Merle Travis im Original stammende Hit "16 Tons";. Der klassisch musikalisch dargeboten, aber von Sänger Tex stimmlich doch umgeformt wird. Richtig rocken kann man dann bei "How The West Was Won", der mit seinen 1 1/2 Minuten auch für so unkonditionelle Leute wie mich konzipiert wurde. Schnelle Gitarren, ungestüme Drums und betonte Stimme machen den Song zwar zu einem knappen aber kurzweiligen Vergnügen. Mit "The Devil"; schlägt dann auch mal der Country Touch durch. Geht man zumindest vom Takt und von Tex Gesang aus. Die Gitarren bleiben allerdings bekannt rockig und irgendwie trotz Dauerpräsenz eher zurückhaltend. Der danach folgende Titelsong ist gewöhnungsbedürftig und eine Mischung aus schnellem Horrorpunk und langsamen Countrymix. Da gefällt mir der Nachfolger "Murder City Hotrod" schon besser und gilt für mich als absoluter Hinhörer. "I am a driver with a license to fuck" könnte ein Zitat meinerseits werden, wenn die Cops mich mal wieder anhalten. Harter Rockabilly Mix mit geiler Melodie und knallharten Rockfaktor.
Neben Fun-Country-Punk Nummern ala "Hog Wild Redux" und dem glücklicherweisen kurzen gehalten Song "What The Fuck" befindet sich mit fast sieben Minuten Spielzeit der Song "Job" auf dem Album. Wobei der Gitarrensound eine düstere Stimmung vermittelt und auch Mundharmonika sowie die langsam gesungenen Text wahren Horror verbreitet. Ähnlich lang aber trotz der Story eher uninteressant der Track "Chief", der mich etwas an die Erzählpassagen der alten Body Count platten erinnert. Abschließen tut das insgesamt gelungene Album mit dem A-Capella Song "The New Country". Echt interessanter Sound der vom in der Plattenbeschreibung als Mix aus Horrorpunk und Redneck Country Sound beschrieben wird. Sofern sich Redneck Country Sound überhaupt definieren lässt, ist das mit dieser Band wahrscheinlich am ehesten zu machen. Fazit: Die schnellen Songs rocken und dürften auch Live zu wilden Orgien führen.
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