Captain Murphy - Human Cannonball
von: Stefan SchulzeDie vier Musiker aus Stockholm machen 70's Rock und haben ihren Durchbruch mit ihrem im Jahr 2004 veröffentlichten selbstbetitelten Album geschafft. Seit dem spurteten sie mit Bands wie den Backyard Babies oder The Hellacopters durch die Länder und begleiteten die norwegische Band Gluecifer als Supportact auf ihrer Europatour! Bereits mit 14 Jahren jammten Gitarrist Victor Hvidfeldt und Bassist Johnny Borgström zusammen auf der High School. Als sie dann den Leadgitarristen und heutigen Sänger Sonny Boy Gustafsson trafen. Als mit Fruttas Eriksson auch ein Drummer gefunden wurde, begann das "normale" Band leben. Proben, spielen, proben, spielen.... bis die Band im Jahr 2002 den Manager Malin traf. Es folgten ein Jahr später die ersten Demo Aufnahmen und EP's.
Genau wie schon beim ersten Album, zeigt sich Produzent Chips K auch für den jetzigen zweiten Longplayer der Band verantwortlich. Und ordentlich hat er es gemacht. Denn nach einem Intro rockt es! Aber anders als bei den bisher besprochenen Alben. Denn da kann schon einmal ein Saxophon die rockig-ruhige Atmosphäre bestimmen, während eine Gesangsstimme - ähnlich mancher Ugly Kid Joe Songs - den Refrain "I Belong To The Girls anstimmt. Und mir gefällt dieser groovige Sound. Etwas rauher geht es da schon beim zweiten Song "Leaving All The Dead Behind" zur Sache. Hier bestimmen Gitarrentöne den Sound, während im Stereokanal des Köpfhöres von einer Seite zu anderen Seite gewechselt wird, weil die Saiten schwindelig gezupft werden.
In ähnlicher Weise wird der Resonanzkörper der griffigen Gitarre auch in anderen Songs zum Einsatz gebracht und bestimmt klang und schnelligkeit der Stücke. So entstehen Tracks mit dem einschlagenden Titel "Ooh Ah Wap Shee Wah Yah". Das die Jungs aber auch Balladen nicht ausser acht lassen beweisen mit dem fünften Song ihres Albums. Denn "Space Is Cold And Lonley Place" könnte auch als Begleitmusik bei einem romantischen Abendessen aus den Boxen klingen.
Knapp 40 Minuten Rock-Mixes haben die vier Musiker vereinigt und zu einem ansprechenden Longplayer zusammengefasst. Und immer wieder werden die Songs mit Unterstützung des Blasinstruments verfeinert. Das mehr als durchschnittlich gute Album findet seinen Rockhöhepunkt neben dem schon erwähnten Song "Ooh Ah Wap Shee Wah Yah" mit dem letzten Song der Platte."Stockholm und Burst" gehört damit zu den wirklich fetzigen musikalischen Stücken. Und wer sich das Album anhört wird auch auch den Hidden-Track und das Outro nicht verpassen wollen.
Es bläst dich nicht vom Stuhl wenn aus den Boxen schallt, aber es sind einfach angenehme Rockstücke und Rockballaden, die ungewöhnliche instrumentalische Passagen vereinen.
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