Hate Gallery - Compassíon Fatigue
von: Stefan SchulzeDie UK Rocker von Hate Gallery veröffentlichten Ende Oktober ihr Album "Compassion Fatigue" über das schwedische Label The Unit. Und die haben nicht nur mit dem Stonewall Noise Orchestra bewiesen, dass sie ein Gespür für gute und zeitgenössische Musik haben. Das Hate Gallery kein Griff ins Klo ist, kann man bereits nach den ersten Sekunden des insgensamt 36 Minütigen Werks sagen.
Hate Gallery treten nicht auf die Bühne, um die Musikszene mit neuartigen Kompositionen zu überraschen, aber dafür um dem lechzenden Hörern eine weitere ordentliche Zugabe in Sachen NEW ROCK zu verpassen. Die Londoner Musiker steuern die Playlist Charts außerdem nicht mehr aus England, sondern haben ihren Wohnsitz nach Stockholm verlegt. Zufall oder kalkulierbare Berechenheit??? Denn Hate Gallery lassen sich in einigen musikalischen Passagen gut mit den The Hives vergleichen. Die schwedischen Alternative Rocker, die spätesten mit ihrem Song "Walk Idiot Walk" die Rockcharts eroberten, spielen ähnlich powervollen Rock mit extrem eingängigen Melodien.
Ob Hate Gallery nun also New Rock, Alternative Rock oder Garage Rock im Stile der The Strokes oder den White Stripes machen, lässt sich nicht genau abgrenzen. Es ist auch völlig unnötig eine stilistische Diskussion zu eröffnen. Fakt ist, dass die Band eine rockige Platte gemacht hat, von denen einzelne Songs auch gut in die Playlist von "Freitagabenddiscos" passen, dessen Hauptaufgabe es auch ist, Mainstream Rocker an den Rande ihrer körperlichen Verfassung zu bringen. Hört sich abwertend an? Kann sein, ist aber nicht so. Denn das Album gefällt mir richtig gut. Auch wenn es für eine breite Masse ausgelegt ist. Aber schließlich konnten auch Billy Talent den Zug des Mainstreams nutzen, damit Massen ans Fans darauf aufspringen konnten.
Hate Gallery könnten steil nach nach vorne gehen und wie The Hives auch die Discos mit ihrem Song "The Idiots" erobern. Nur eine zufällige Ähnlichkeit mit dem The Hives Erfolgssong? Keine Ahnung. Jeder der insgesamt elf Songs besitzt den Rockfaktor. Und an dem ist auch ganz stark Sänger Janne Jarvis beteiligt. Ganz klar, Hate Gallery sind nicht nur ein schwedischer Exportschlager wie viele andere, sondern eine ganz klare Bereicherung eines oder mehrerer musikalischer Genre. Glückwunsch Hate Gallery.
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