Loosenoose - Loosenoose
von: Stefan Schulze
Wer kennt sie nicht, die Neo-Rockabilly Band Restless! Schon mit ihrem 1982 erschienen Debütalbum "Why Don't You Just Rock" machte sich die Band eine Namen und konnte nur drei Jahre später einen Major Deal eingehen. Die vielen Live Auftritte, die große Erfahrungsschatz und der Stil von Restless fließen jetzt in den Sound von Mark Harmans neuer Band "Loosenoose", die mit den selftitled Album bei Crazy Love Records eine Ära weiterleben, die für sie selbst schon existiert hat.
Gleich 20 Tracks hat das Trio (Mark Harman (Gitarre, Gesang), Jeff Bayly (Double Bass) and Mark Simpson (Schlagzeug) auf ihr Debütalbum gepackt. Neo-Rockabilly in seiner reinsten Form! Und Songs wie "Southern Belle", Papa Loved Mama", "Rich Little Bitch", "Flash In The Pan" und "Devil Got A Hold" sind Rock'n'Roll Songs durch und durch. Songs für die Tanzfläche und bei denen selbst die Creepers anfangen zu glühen. Allerdings sind das nur fünf Songs. Was ist also mit den restlichen Tracks.
Tja, vom schnulzigen Heuler bis bis zum Rhythm & Blues ist alles dabei. Viele Songs die einfach den klassischen Rock'n'Roll der 50er Jahre entsprechen und leider auch viele die mir zwar gefallen, die einen aber auch nicht gerade vom Hocker reissen. Es ist nicht anders als bei den Alben von Elvis Presley, Hank Williams und Johnny Cash, bei denen sich ebenso Songs befinden, die den "SO LA LA" Faktor haben. Klar, Rockabillys und Rockabellas werden an jedem Song ihrer Freude haben, wenn sie denn auch die ruhigeren Songs ihre mögen oder einfach mal genüsslich das Tanzbein schwingen wollen. Mir erscheint das Album mit seiner mehr als einer Stunde Spielzeit allerdings schon etwas zu langwierig, weil einfach viele Songs dabei sind, die mich nicht mitreissen. Dennoch, überzeugende Musik, gerade die herausstechenden Gitarrenparts von Bandleader Mark Harmann, machen auch einige der langsameren Songs zu einem Genuss.
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