Archiv nach Interpret

Horrorpops - Kiss Kiss Kill Kill

von: Stefan Schulze
Wertung:
7 von 10 Punkten
Label:
Hellcat Records
V.Ö. Datum:
08.02.2008
12 Tracks
Artistinfos: Horrorpops
Horrorpops Homepage HorrorpopsProfil bei MySpace Horrorpops on LastFM

Ihr Heimatland haben die Dänen schon vor einigen Jahren verlassen, um ihren Label Hellcats näher zu sein, denen sie bis heute treu geblieben sind und auf dem auch ihr neues Album "Kiss Kiss Kill Kill" erscheint. "Twelve Tales About Love And Murder" heisst auf dem schicken Digipack. Die Band selbst sieht in der Verpackung enthalten New Wave, Punk, Surf, Ska, Rockabilly, Metal und Goth Songs.... mit denen sie auf den ersten Blick wohl jeden Leser von uns ansprechen! Was tatsächlich drin steckt.... höre ich mir gerade an...

"Thelma & Louise" ist ist der Beginn eines Albums, dass die "rock-based" Songs vermissen lässt. Frontfrau und Bassistin Patricia sowie ihre Gefährten Nekroman und Niedermeier wollten nach ihrem Debütalbum "Hell Yeah" zurück zu New Wave Feeling. Stimmlich und der Stimmung her schaffen sie das mit dem ersten Song. Es folgt mit "MissFit" ein toller der Ska-Song, der sich aber gerade vom Refrain her, nicht nur auf solchen festschreiben lässt. Glasklarer Sound gut abgemischte sprechen für eine reife Produktion. Und so setzt sich die Sound der kommenden Songs, die sich übrigens zum größten Teil mit Film-Themes beschäftigen, fort.

Heftiger geht's dann bei "Boot2Boot" zur Sache, in dem Patricia auch mal ihre rauhe Seite zum Vorschein kommen lässt. Was mir beim letzten Mal zu poppig erschien, scheint auf dieser Platte zu fehlen und das ist gut so. Zwar sind keine richtigen Rockknaller dabei, aber mit den Songs haben die Horrorpops endlich eine deutliche Note gesetzt, die meiner Meinung super zu ihnen passt mir weitaus besser gefällt als beim letzen Album. Und so ist "Heading For The Disco" - übrigens ein persönlicher Favoritensong des Albums - ein echt abwechslungsreiches Stück mit einer guten Stimmlage der Sängerin. Denn diese erschien mir nicht zuletzt oft zu eintönig und machte es mir echt schwer ein ganzes Album durchgehend zu hören. Aber hier ist Pfeffer drin, und zwar mit Nekromans Gitarrenklängen und elektronischen Tönen, die mir sonst nie in Horrorpops Songs aufgefallen sind. Auch der Titeltrack besticht durch die Stimme der Frontfrau und der melodischen Track, der durch die Backgroundvocals gut unterstrichen wird. Positive Begeisterung... oder besser gesagt, ich bin positiv überrascht.

"Everything's Everything" und "Hitchcock Starlet" sind nicht so ganz mein Fall, aber das tut dem Gesamteindruck nicht schaden. Auch der trashige Psychobilly Song "Horrorbeach Pt. II", der vollkommen ohne Gesang auskommt, ist eine willkommene Abwechslung trotz der bereits vielfältigen Songs. Mit dem letzten Song "Private Hall Of Shame" finden die Wahlamis einen gelungenen Abschluss ihres zwölf Track umfassenden Albums. Vor allem Geprägt durch Nekroman's Gitarrenparts..

Es ist schon komisch, wenn man nach einem Debütalbum mit einer Einstellung ans zweite Album geht, wie es mir passiert ist. Denn für mich war eigentlich klar, dass hier der sog. Einheitsbrei erscheinen würde. Ist aber nicht so und was das Trio hier kreativ zustande gebracht hat lässt sich wirklich hören und dürfte Kritiker überraschen, auch wenn es noch nicht in den Kreise der "goldenen" Platten gehoben wird.... 

Mehr über Horrorpops:
Reviews H: HorrorPops - Bring It On!
Interviews: Horrorpops
News 2011: Horrorpops verklagen Barbie Hersteller




<< Zurück