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Hollywood Suicide - Murder At The Prom

von: Stefan Schulze
Wertung:
3 von 10 Punkten
Label:
Crazy Love Records
V.Ö. Datum:
07.06.2007
13 Tracks
Artistinfos: Hollywood Suicide
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Aus Großbritannien stammt das Quartett, dass direkt zu Beginn ihrer Platte "Murder At The Prom" trotz Kontrabass eher satten Punkrock als Psychobilly versprechen. Und was die Musiker Sickie (Gitarre), Callum (Upright Bass), Steve Rigor Mortiis (Leadguitar) sowie Marky (Drums) präsentieren ist zwar nicht von schlechten Eltern, aber auch nicht besonders revolutionär.

Musikalisch gefällt das Album bei weiteren besser als stimmlich. Hört sich an als wäre Sänger Sickie manchmal sick. Besonder deutlich wird das in meine Ohren beim Titelsong des Album. Lässt der erste mitreissende Song also etwas auf sich warten, schlägt mit Track Vier "Just Get Away From Me" aber dann voll durch die Boxen. Auch im darauffolgenden Song "Pretty Girls Do Sleep In Graves" gefällt mir der dreckige Punkrock-Sound, der sich nicht nur stimmlich, sondern auch musikalisch schnell verbreitet. Da schwelgt man wieder in alten Hans-A-Pils Zeiten, denn der Sound erinnert mich wieder an du guten alten Streetpunk Songs, auch wenn unterschiede in Qualität und Klang "natürlich" auszumachen sind.

Na, scheint die Platte doch eine Wende zu nehmen! Denn gleich der nächste Song "Six Feet Under" ist der nächste Titel, der - jedoch erst nach ein paar Sekunden Geschmacksanpassung - zum Hinhörer wird. Besonders gut gefallen mir hier die Gitarrenparts im letzten Drittel des Songs. Doch bei "Flies" geht es dann gesanglich steil bergab. Und zwar ist der Refrain hier absolut nicht meine Wellenlänge! Ganz furchtbar. Das hört sich während der einzelnen Strophen doch verdammt besser an....

Doch ab dem achten Track passiert was komisches. Obwohl die Songs nicht groß vom Stil und Spielweise abweichen sinkt bereits hier das Interesse an den weiteren Songs. Zu dem erscheint mir die Stimmgewalt vom Frontman nachzulassen. Klar ist ja, quatsch... denn er wird die 13 Songs nicht direkt hintereinander aufgenommen haben und jetzt an Puste verlieren... dennoch, auch beim wiederholten Anhören der Platte werde ich das Gefühl nicht los, dass die Luft raus ist. Und es wird noch schlimmer. Die Mehrstimmigkeit bei "Surfin Death Valley" gehört zu einer echten Grausamkeit. Getoppt werden diese allerdings noch durch das Geheule der Backgroundvocals, was nach dem Booklet dem Leadgitarristen Steve zugeordnet werden kann. Mensch Junge, wisch dir die Tränen weg und konzentrier dich wieder auf die Saiten deiner Gitarre.

Als Trost geben die Jungs mit Sunset Boulevard noch einmal einen passablen Song ab, bevor sie das Album mit Psychokiller ausklingen lassen. Trotz einiger guter Songs wird der Gesamteindruck des Albums durch die anfänglichen Songs sowie die wirklich schlechten Parts zum Schluss sehr getrübt. Und trotz eines optischen Pluspunktes für die netten abgedruckten Mädelz im Booklet, erreichen die Jungs bei uns 3 Sternchen.





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