Iced Earth - Framing Armageddon
von: Stefan Schulze
Mehr als eine Stunde Spielzeit mit rund 19 Tracks haben die US Powermetaller von Iced Earth auf ihrem neuen Werk "Framing Armageddon (Something Wicked Part 1) verarbeitet. Der Nachfolger des 2004 erschienenen "The Glorious Burdon", welches von den Fans in Europa weitestgehend verrissen wurde, ist das erste von Jon Schaffers Konzeptalben, dass an die Story des 1998 veröffentlichten ""Something Wicked This Way Comes" anschließt. In Kürze soll auf dieses Album noch der zweite Part folgen und die damals geplante Trilogie vervollständigen.
Starten tut das Album mit einer zweiminüten akkustischen "Overture", bevor es mit "Something Wicked Pt. 1" powervoll los geht. Doch schon hier stört mich das beschissene Gequatsche von Sänger und Gitarrist Jon Schaffer, der mich nun schon zum zweiten Mal mit der Nachricht stört, dass es sich hier um eine Promoplatte handelt und ich jetzt den und den Song höre. Aber irgendwie ist dieser Einspieler auch schon der Bruch des Songs selbst, der in den ersten 1 1/2 Minuten vielversprechend beginnt. Danach aber kommt nichts neues und die restliche Zeit der fünf Minuten Spielzeit wird schon wieder von einem Einspieler Schaffers unterbrochen der mich fragt "Hello, this is Jon Schaffer von Iced Earth. We hope you enjoying your promotional copy...". Danke, tue ich gerade aber nicht.
Nach dem kurzen Soundmix "Invasion" folgt der klassische Powermetal Song "Motivation Of Man", deren Gesangsparts von Sänger Tim "Ripper" Owens ich richtig gut findet, der aber dennoch etwas unmotiviert klingt. Es folgt "Setian Massacre" - einer der besseren Songs auf dem Album. Nicht nur die Gitarrenriffs sind klasse, sondern auch die Double Base Attacken sorgen für Power. Auch die darauf folgende Metal Ballade "A Charge To Keep" gehört zu den besseren Songs dieses Albums. "Ten Thousand Strong" - der achte Track des Albums gewinnt mehr und mehr meine Aufmerksamkeit. Den zu Beginn wird man von dem kraftvollen Auftakt echt mitgerissen. Und im Gegensatz zu vielen anderen Songs, behält der Song seine Kraft bis zu Ende durch. Geiles Teil. Zwischen den Songs befinden sich immer wieder ca. eine Minute lange instrumentale Einspieler. So auch vor dem mit neun Minuten längsten Stück des Albums "The Clouding", deren ruhiger Gitarrensound echt klasse klingt und ein vielversprechender Beginn zu seien scheint. Die Wartezeit von fast sechs Minuten auf die härteren Parts des Songs sind aber eindeutig zu lang.
Die nächste Songs kann man getrost überhören, den sie haben nichts, was schon gesagt wurde. Und das bezieht sich hier auf die negativen Aussagen des Albums. Erst bei "The Domino Decree" beginnen Iced Earth wieder tollen Metal zu spielen. Ausgereifte Refrains, melodischer Gesang und Heavy Parts mit Orgelmusik als Deep Purple lassen mich an diesem Song erfreuen. "Framing Armageddeon" - der Titeltrack des Albums - gehört zu den härtesten Tracks dieses Albums. Das alleine macht den Song allerdings nicht gut. Es ist bei so ein Song, bei dem wenig in Erinnerung bleibt, wenn man mal die Skip-Taste betätigt hat. Nocht völlig verhauen, aber wenig spektakulär. Zum Abschluss folgen "When Star Collide" und "The Awakening", wobei erstgenannter zu den schlechtesten des Albums gehört. Ausser dem kurzen und guten Gitarrenparts ist der Song vom Gesang und Story das absolute Grauen. Weg und weitere zum letzten Song der von einer schönen Frauenstimme eröffnet wird und die Saga damit auch beendet. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass auch hier - wie bei jedem anderen Song - der mittlerweile nervtötende Schaffer Einspieler durch die Kopfhörer ertönt. Klar, das wird auf der Kauf-CD nicht der FAll sein, aber so macht man sich keine Freunde.
Doch wir sind hier um die Musik zu bewerten und nicht die komischen Ideen von Record Labels oder wer sonst für diese Art Copy Schutz verantwortlich ist. Musikalisch sind Iced Earth nicht viel weiter gekommen und können an Vorgänger Alben nicht anschließen. Es gibt zum Teil gute Songs, die aber bei der Masse von 19 Tracks nur einen kleinen Part ausmachen. Rechnet man die kurzen instrumentalen Songs raus, so verbessert sich der Schnitt natürlich. Doch der Gesamteindruck it der der bei uns zählt. Und da sind wir nur knapp an einer ausgewogenen Platte vorbegerutscht.
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