Astro Zombies - Convince Or Confuse
von: Stefan SchulzeTja, Leser... ich halte das kürzlich erschiene neue Album der französichen Band The Astro Zombies in den Händen. Und ihr hoffentlich bald auch. Denn mit "Convince Or Confuse" haben die Musiker ein Topalbum auf Markt gebracht. Zwölf Songs wurden auf den Silberling gepresst. Psychobilly, Surf und Sleaze in bester Manier. Songs, bei denen ich schon jetzt zum Anhören verpflichten kann.
Es scheint als wäre nur das Beste aus zwölf Jahren The Astro Zombies hier verpackt worden. Aber beginnen wir von vorne. Während mich die (Surf-) Töne der ersten paar Sekunden noch nicht vom Hocker hauten, erhellte sich meine Miene doch beim Einsetzen des Gesangs und des Kontrabasses. Denn mit diesen beiden Komponenten bekommt der Song "Mr. Hurricane" genau den Schwung der er benötigt. Eine ordentliche Portion Beat gibt es dann im zweiten Song "Waiting" zu hören, bevor dann mit "Reality Junky" gleich der erste Highlight Song auf dem Programm steht. Der tiefe brummige Gesang und die Background Vocals machen den Song stilistisch einzigartig auf dem Album. Zu dem begeistern mich die Gitarrenparts. Doch der nächste Top Song steht schon mit "Hey Gyp" bereit. Mundharmonika und Rock'n'Roll gewürzt mit etwas Punk und mit einer noch ganz besonderen Zutat - nämlich der Gastsängerin Sarah Blackwood (The Creepshow)! Klasse Sound.
Doch mir fällt gerade beim erneuten Hören etwas auf. Während die Platte rauf und runter spielt und ich gleichzeitig auf meine Laptop tippe, rasen die Songs förmlich an mir vorbei. Mit knapp zweieinhalb mit Minuten sind die ersten Songs nämlich ganz schön kurz geraten. Das ändert sich aber nach dem Song "Psycho Bitch Party", der - ausgenommen von den zwischenzeitlichen Einspielern - als reiner Instrumental Song daher kommt. Denn es folgt der siebte Track des insgesamt zwölf Song starken Albums. Ich sehe die Besucher die nächsten Live Gigs der Band schon während des Refrains die Hand als Pistole geformt in die Luft zu reissen und zu laut zu singen "You shot me down BANG BANG" (u.a. von Cher und Nancy Sinatra). Denn genau aus diesem Satz besteht unter anderem der mitreissende Refrain.
Ein letzter von mir erwähnter Song in dieser Review ist eher Astro Zombies untypisch. "Margerita", spanische Folkmusic, mit englischsprachigen Text und während der schnellen Parts driftet das ganze schon fast in Sinti / Gypsy Stil ab. Ungewohnt aber gut. Doch es gibt mit "Thai Paradise", "Changes", "Fiddling and Picking" und "Women I Know" noch weitere tolle Songs zu hören. Von denen dürft ihr euch dann aber selbst überzeugen. Für dieses abwechslungsreiche Album mit sehr viel Klasse, gibt es von mir 9 Punkte.
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