Gathering, The - The West Pole
von: Stefan Schulze
Nach dem Ausstieg der Sängerin Anneke von Giersbergen wurde öffentlich bereits die Auflösung der Band The Gathering oder zumindest eine Namensänderung gefordert. Nur schwer konnten sich eingefleischte Fans vorstellen, dass eine Nachfolgerin den Platz der ehemalige The Gathering Stimme einnehmen könnte. Doch Fans der Band müssen sich wohl an den neuen Namen Silje Wergeland gewöhnen und das dürfte auch gar nicht so schwer fallen. Denn die Dame am Mikrofon macht ihr Job verdammt gut und kann stimmlich absolut mit ihrer Vorgängerin konkurrieren.
Und ganz ehrlich, wesentliche Stiländerungen sind nicht zu verzeichnen. Harmonische und gefühlvolle Songs, immer wieder verbunden rockigen Gitarrenklängen und der helle und klare Gesang von Silje Wergenland, der wohl als markantestes Merkmal zu bezeichnen ist. Insgesamt also ein Stil, der fast nahtlos an die vergangenen The Gathering Alben anschließt. Musikalisch scheint das Album zu seinen letzten Vorgängern allerdings wieder bodenständiger zu wirken. Damit ist gar nicht gemeint, dass die Vorgänger abgehoben waren, sondern eher noch stimmungsintensiver bzw. stimmungsabhängiger geklungen haben.
Neuankömmlinge bei The Gathering – also diejenigen bei denen das neunte Studioalbum sozusagen das Debüt bedeutet – müssen sich auf ruhige und besinnliche Songs einlassen. Songs bei denen man einfach mal die Augen schließen und los fliegen kann. Die besinnliche Atmosphäre eignet sich also nicht für Momente, bei denen man so richtig abrocken kann. Höchstes für die, in denen man selbst wieder etwas zurückschrauben muss. Doch das ist ja auch nicht der Anspruch der Band The Gathering. Die Musiker bieten einen tollen Sound für die ruhigeren Momente. Auch wenn mir persönlich nach einer The Gathering - "Hour" immer der Drang nach einer richtigen Platte zum abrocken besteht, so kann auch ich die Songs durchaus genießen. Mit häufig auch sechs oder sieben Minuten pro Songs, bleibt da auch ausreichend Zeit für.
Trotz neuer Frontfrau haben sich auf dem Album zwei Gastsängerinnen eingeschlichen. So ist beim Song "Capital Of Nowhere" die Sängerin Anne van den Hoogen und beim Song "Pale Traces" die Mexikanerin Marcela Bovio zu hören, die ebenfalls mit tollen Stimmen den Text vertont haben. Also, wer es besinnlich, gedankenvertieft und mit schönen Stimmen mag und trotz alledem auf den gitarrenlistigen und rock-orientierten Sound nicht verzichen will, der liegt bei The Gathering und ihrem Album "The West Pole" goldrichtig. Bei mir gibt es...
News 2009: Neues The Gathering Album
News 2009: Neue The Gathering Sängerin
News 2009: Neues The Gathering Video
News 2010: Neues The Gathering Video
News 2010: The Gathering: Bock um Songs zu schreiben
<< Zurück





