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James McMurtry - Just Us Kids

von: Florian Stoffelen
Wertung:
8 von 10 Punkten
Label:
Blue Rose Records
V.Ö. Datum:
25.04.2008
12 Tracks
Artistinfos: James McMurtry
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Rock and Roots oder Roots'n'Roll - wie immer man auch die Musik von James McMurtry auch nennen will, auch das neue Album hat wieder den typischen Groove, ein bisschen schwermütig und nachdenklich kommt es daher, dabei bleibt es aber wie immer mit seiner Meinung nicht hinter dem Busch.

Auch auf seinem neusten Album “Just us kids” spricht McMurtry in seinen zwölf Songs das aus was er denkt. “I didn't mean to say it. But I meant what I said.". Somit ist “Just Us Kids” wohl auch das Album, auf dem McMurtry am deutlichsten ausspricht was ihn bewegt. Es geht um Arbeitslosigkeit, gescheiterte Träume und eine Regierung die das Land Stück für Stück verkauft. Zusammengefasst heisst das: “ Just Us Kids” ist genau wie sein Vorgänger “Childish Thing” ein Liebesbeweis an Amerika, bei dem ständig der Glaube mit schwimmt, dass man sein Heimatland nur schützen kann, wenn man die Missstände aufzeigt und nach Lösungen sucht.

Verpackt ist das ganze in einen schönen swingenden Blues-Rock. Mc Murty malt mit seinen Texten Portraits von ganz besonderen Charakteren und Orten und lässt diese seine Argumente aussprechen oder Situationen erleben. Nicht einfach, wirklich ein Album mit Tiefgang, das man ,um es zu verstehen, mehrfach hören muss. Dabei lässt er kein Thema aus. Ob er jetzt mit dem dritten Song “God Bless Amerika” die Ölindustrie angreift oder den US-Präsidenten in "Cheney’s Toy" als Marinonette darstellt. Allerdings bleibt er nicht nur bei dieser Oberflächlichen Kritik. Sehr feinfühlig beschreibt McMurtry auch am Beispiel von jemandem, der sieht wie sich die Straßen von New Orleans langsam mit Wasser füllen, die Situation der Leute in dieser Stadt während des Unglücks.

Der Titeltrack zeigt wie unsinnig globale Politik für jemanden ist, der jeden Tag aufs neue um seine Existenz kämpfen muss. Alles in allem hat es James McMurtry auf zwölf intelligente sozialkritische Songs gebracht. Gerade weil die Texte scharf wie ein Rasiermesser sind, klingt die Musik um so besser. Er reißt ganz bewusst Wunden auf, die nur notdürftig verdeckt worden und noch lange nicht geheilt sind. Seine Musik untermalt diese poetischen Beobachtungen des Leids in der Welt und vorallem in Amerika. Ich weiss nicht in wie weit die Veröffentlichung des Albums ins Jahr der Wahlen in Amerika gelegt wurde, aber wenn man sich die Texte McMurtrys durchliest, kann man sicher sein, dass auch dieser Schritt mehr als gut überlegt war.

Ein Album das zum nachdenken anregt, nicht nur in Amerika. Ich weiss dass wenn die CD zu Ende ist, ein bedrückendes Gefühl zurück bleiben wird. Das Album stimmt nachdenklich, ich habe selten ein Album gehört das mich auf so eine Art und Weise so bewegt hat.


Mehr über James McMurtry:
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