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Liquido - Zoomcraft

von: Stefan Schulze
Wertung:
5 von 10 Punkten
Label:
Nuclear Blast Records
V.Ö. Datum:
14.03.2008
17 Tracks
Artistinfos: Liquido
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Aus 17 Tracks besteht das neue Liquido Album "Zoomcraft", dass in Kürze via Nuclear Blast Records erscheinen wird. Gewundert haben mich deshalb auch die ersten Klänge des Albums, ist der Verleger doch eher aus dem knallharten Metalgeschäft tätig. Gerade der dritte Song "One Song Band" gefällt mir überhaupt nicht. Hört sich an wie ein Abklatsch von Beck. Aber bei Zoomcraft soll es sich ja um ein Konzeptalbum handeln und so hoffe ich, dass die Aussage der Platteninfo, nämlich diese, dass es sich um ein Album handelt, dass "die Geschicklichkeit besitzt, souverän auf unvergessliche Momente zu zoomen", wirklich besitzt. So ist das Album in drei Kapitel - sogenannte Zoomleves - aufgeteilt. Aus diesem Grund bekommt der Hörer im ersten Drittel Songs mit allerhand Elektro-Spielereien um die Ohren hauen. Zwar gibt es Tracks darunter, dessen Melodie einem schnell zu Kopf zu steigen scheint, aber wirklich überzeugen kann mich dieser Part nicht.

Mit Track Acht betritt man dann das zweite Zoomlevel, auch wenn der Vorgänger "On A Mission" die Richtung dorthin gewiesen hat, so wird es hier endlich mit "Hypocrite" musikalisch angenehmer. Die Platteninfo umschreibt es folgendermaßen: "Auf dem zweiten Level werden die Stücke sphärischer und farbenfroher. Es entsteht ein Raum, der die Möglichkeit für eigene Text-Interpretationen und eigene Tanzstile lässt". Kann ich unterschreiben und gerade Songs wie "Way To Mars", der durch romantisch ruhig daher kommt, gefällt mir gut. Allerdings kehrt die Band mit "Gameboy" nochmal kurz zu den Elektrobeats zurück und hält somit nicht ganz den Kurs der beschriebenen Level. Doch es wird sich herausstellen, dass das komplette Album immer wieder vom elektronsichen Feinschliff betroffen ist.

Level Drei beginnt mit Track 13 des Albums. Die Band beruft sich auf ihre Wurzeln, lässt aber auch hier nicht von dem "elektronischen Soundgewand", was ich wiederum sehr schade finde. Zwar betont die Band, dass sie sich im laufe der zehnjährigen Bandgeschichte nicht selbst langweilen wollten und sich deshalb bewußt einer einer neuen Herausforderung gestellt haben. Die Band selbst bezeichnet dies als elektronisches Tuning... na ja. Das ist allerdings ein Weg, den die Band ohne mich gehen muss. Mir persönlich gefällt die neue Kleidung der Songs nämlich nicht so gut. Es gibt nur wenige Lieder die wirklich die rocken. Gerade der erste Song des letzten Parts "We Are Them" strotzt vor Langweile... Aber einer der rockigen Songs ist "Best Strategy", der zwar auch einem tuning unterzogen worden ist, aber tolle Refrains beinhaltet und eine eingängige Melodie besitzt. Auch der Nachfolger "Easy" sowie so "Agree To Stay" gefallen mir nochmal ganz gut und verbessern den letzten Eindruck des Albums nachträglich.

Insgesamt muss ich allerdings sagen, dass ich nicht so begeistert von dem Album bin. Aufgrund erster Ankündigungen einschlägiger Kataloge und der Bandinfo hatte ich mir mehr besprochen.




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