Aggrolites - IV
von: Florian StoffelenIn Zeiten in denen alles teurer wird und alle darüber klagen das man für sein hart erarbeitetes Geld nur noch halb so viel bekommt, ist das nun mehr vierte Album der Aggrolites aus Los Angeles eine erfrischende Abwechslung. Der Nachfolger des 2007 erschienen Albums “Reggae Hit L.A.” heißt schlichtweg “IV” und bietet sage und schreibe 21 fulminante Reggae Songs.
Dabei ist das nur die Spitze des Eisbergs der 2003 gegründeten Band. Nach gerade mal sechs Jahren Bandgeschichte, können die Jungs schon einige an Erfolg vorweisen, nicht nur das man sie schon die Bühne mit Bands wie Social Distortion, den Dropkick Murohys, the Madness oder Prince Buster geteilt haben, sie rocken mittlerweile weltweit mit ihrem Reggae Sound und spielten im letzten Jahr unter anderem die komplette Vans Warped Tour mit. Außerdem nahm die Band zusammen mit Rancid Frontman Tim Armstrong für dessen Soloscheibe “A Poet’s Life” (erschienen bei Hellcat 2007) einige Songs auf.
Aber zurück ins Heute, “IV” bietet dem geneigten Reggae Hörer eine wunderbare Mischung zwischen Instrumentalstücken und normalen Songs. Mein persönliches Highlight der Scheibe ist “Brother Jacob” der vorallem durch seine tiefen Vocalparts hervorsticht, aber auch “Kepp moving on” ist durch Roger Rivas Orgel ein ziemlicher cooler Song. Im großen und ganzen ist “IV” ein nicht aufhören wollendes grandioses Oldschool-Reggae Album. Die 21 Tracks sind alle super Songs und man kann den CD Player ruhig auf repeat stellen und die Scheibe einige male durchlaufen lassen. Schnörkelloser Reggae der einfach ins Ohr geht und der weit entfernt von der Klischee Attitude des Dreadlocks behangenen Rastafari ist. Das wird allein schon beim einem Blick auf das Cover klar: Vier Typen im Holzfällerhemden. Hier geht es nicht um Klischees sondern um Musik.
Das ganze ist Reggae der alten Schule mit schönen Background Vocals und eingängigen Melodien. Wer außerdem noch auf Oldschool Reggae bzw. Ska á la Judge Dread, Laurel Aitkens oder den Skatalites steht, der dürfte von “IV” nicht enttäuscht sein. Mein persönlicher Tipp für das Sommeralbum des Jahres. Die Aggrolites haben sich auf das wesentliche beschränkt und einfach gute Songs nach altem Rezept gestrickt. Warum ändern was sowieso funktioniert? Mir hat das Album mit seiner durchweg lässigen Attitude mehr als gut gefallen und wir noch einige Runden im CD Player drehen müssen.
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