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Wolfgang Parker - Room Nineteen

von: Stefan Schulze
Wertung:
10 von 10 Punkten
Label:
Roadster Records
V.Ö. Datum:
13.04.2007
19 Tracks
Artistinfos: Wolfgang Parker
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Gewundert habe ich mich schon, als das Album "Room Nineteen" vom amerikanischen Sänger Wolfgang Parker im Briefkasten lag. Denn erst im letzten Jahr erhielt ich von ihm eine eMail, in dem er mich vorsichtig auf sein selbstprduziertes Album "Octoboure" hinwies. "I just happened to trip upon your page, liked what I saw and thought you might enjoy my work. I play a hybrid of Swing and Punk. I would like to invite you to drop on over and give a quick listen sometime. I promise, it will be painless" hieß es im Original!

Und was ich da hörte veranlasste mich sein damaliges Album per eBay zu bestellen. Seine selbstvermarktung und letztendlich die musikalische Qualität blieb auch in der Welt der Plattenfirmen nicht unentdeckt. So ist Parker endlich bei der in London angesiedelten Plattenfirma Roadstar Records untergekommen, was nun auch das Europadebüt besiegelte. Parker hat als Underdog das geschafft, von dem viele noch unentdeckte Musiker träumen.

Er wird als Punk-Swing Pionier bezeichnet, der seit mehr als 12 Jahen mit seiner Band ein neues Genre geschaffen hat. Soweit würde ich allerdings nicht gehen. Parker vereint stimmlich Swing mit musikalischen Rock'n'Roll. Der hier noch relativ unbekannte Sänger, dürfte mit diesem Album seinen endgültigen Durchbruch in Europa schaffen. Der erste Song des Albums "Among The Ash Heaps (And Millionaires)" ist gleich Anfang richtungsweisend für die gesamten 19 Tracks, was keinesfalls auf eine gewisse Eintönigkeit hindeuten soll. Auch der Faktor Rock kommt keineswegs zu kurz und ist - abgesehen davon, das keine Bläser zum Einsatz kommen - vergleichbar mit dem Schwung eines Brian Setzers Orchestras zu vergleichen.

So sind die ersten vier Tracks musikalisch stark rockbelastet, bis mit "Mata Hari die Sereie mit einem Slow Down Takt unterbricht. Und diese Serie wird auch noch mit dem darauffolgenden Songs "Half Way Around The World" unterbrochen, der durch swingende Gitarren besticht sowie mit dem absolut genialen Song "Swing Baby Swing", der nicht nur klassisch dem Rat Pack Stil ala Frank Sinatra, Dean Martin & Sammy Davis Jr. gleicht, sondern durch die teils rauhe Stimme von Parker zum eigenen Hit wird, mit dem sich so manche Swing Liebhaberin verführt werden kann. Und es reiht sich ein Hit nach dem anderen, der mit "The Mice, The Demons And The Pieces" einen der vielen Höhepunktet findet. Freunde der des Zoot Suits finden hier den swingenden Groove, um die Bleyer Tanzschuhe langsam vorzuwärmen!

Also Swing Heinis und Rock'n'Roll Fans lasst euch auf diesen Mann ein, der euch um Jahre zurückversetzt und trotz der Neo-Swing Revolution ein Stückchen Weiterentwicklung betreibt. Wo das deutlich wird.... na zum Beispiel im spanischsprachigen Song "Amor Perdido". Die insgesamt 19 Tracks des Album sind nicht nur das Geld wert, sondern vielmehr die Zeit die man hier beim Hören investiert und man einfach alles mal vergessen kann. Und das ist auch der Grund warum die Review hier endet und ich mich nun erneut diesem Album widme, ohne einmal darüber nachzudenken, was und wie ich diese Review zu schreiben habe!

Mehr über Wolfgang Parker:
News 2009: Wolfgang Parker: 5-Song E.P.
News 2010: Neues Wolfgang Parker Album: Out Now




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