Crush Zac Begg and a Friend - The Younger Tapes
von: Florian StoffelenEs gibt Bandgeschichten die liest man, dann liest man sie noch mal und noch ein drittes mal und versteht sie immer noch nicht. Sicher ist das Kai Noll Mitte der 80er als Straßenmusiker durch Nordeuropa zog und dort die Fußgängerzonen zusammen mit einem Typen Namens David Young rockte. Dieser Verschwand allerdings von einem Tag auf den anderen und wart seit dem nicht mehr gesehen.
Im Jahr 2008 steigt nun dieser Kai Noll in Tommy Zacs Band Crush Zac Begg and a Friend als neuer Leadsänger ein. Gemeinsam beschließt man nun ihr nächstes Werk unter dem Titel “The Younger Tapes” aufzunehmen. Während der Aufnahmen im Spätherbst 2008 taucht plötzlich ein egozentrisches Bass Genie Namens David Young, nach einer kreativen Auszeit auf Samoa, wieder auf und steigt in die Band mit ein. Vervollständigt wird das Album durch Gereon Homann an den Drums.
So produzierte die norwegisch-englisch-deutsche Formation ihr aktuelles Album “The Younger Tapes”. So sei einmal kurz der Werdegang des Albums abgerissen, doch wichtig ist was hinten rauskommt, das wußte seiner Zeit nicht nur Helmut Kohl sondern auch der geneigte Zuhörer. Die Band hat auf ihrem Album eine Mischung aus Neil Young, Brit Rock und altem 77' Punk zusammengefasst, die eigentlich nur gefallen kann. 12 Songs die man gut nebenbei hören kann und die eine wunderbare Hintegrundmusik abgeben. Man kann aber auch durchaus aufdrehen und laut hören. Musikalisch einwandfrei produziert, ist vor allem die charismatische Stimme von Leadsänger Kai Noll ausschlaggebend für das gute Feeling der Songs. Vorallem Song Nummer drei “Big Black Crow” rockt ganz ordentlich.
Im Kontrast dazu steht wiederum der fünfte Song “The day without yesterday”, der eine wirklich schöne Rockballade ist. Die ganze Scheibe ist eher ein Album für die älteren Semester, die nicht mehr wild pogend und rumspringend auf Konzerte gehen, sondern sich gesittet bei dem ein oder anderen Bier ein wenig Musik antun möchten. Es gibt wenig Kritikpunkte an der Scheibe, das ganze ist nette Rockmusik, die von absoluten Profimusikern gespielt wird. Runde Sache die man sich ab und an mal antun kann. Für mich ist das zu wenig Power drin, aber wer weiss, vielleicht in 20 oder 30 Jahren werd ich auch auf so Musik stehen.
<< Zurück





