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Redbanner - Una Altra Historia

von: Stefan Schulze
Wertung:
5 von 10 Punkten
Label:
Mad Butcher Records
V.Ö. Datum:
18.05.2009
14 Tracks
Artistinfos: Redbanner
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Die spanische Band Redbanner geht mir ihrem aktuellen Album "Una Altra Historia" auf eine Zeitreise durch die Geschichte. Dabei geht es nicht nur um Ereignisse ihres Heimatlandes. Und die Tracks sind nicht nur schlicht durchnummeriert, sondern tragen daneben noch Jahreszahlen, um den Inhalt der Songs auch historisch zuordnen zu können. Und was für Musik spielen die Spanier jetzt... ? Punkrock... und zwar in ihrer Heimatsprache. Ziemlich dreckig und ziemlich rauh. Denn hier war man nicht darauf bedacht glasklare Vocals zu mixen. Ganz im Gegenteil... zum Teil kratzt es sehr. Und das nicht nur beim Gesang. Auch der gesamte Sound hat deutliche Wackler, das ist besonders gut beim ersten Song "La Conquesta del Paradis" zu hören.

Auch wenn der Inhalt des zweiten Songs "Germanies" für mich nicht erschließbar ist, so gefällt mir recht gut, was ich da höre. Die durchgängigen rauhen Punkrock-Passagen, die guten frontalen Gitarrenangriffe und der aggressive Touch sind mein Geschmack. Doch leider lässt sich nicht verleugnen, dass diese Meinung nicht bei allen 14 Tracks anhält. Nein, mal Hü, mal Hott. Mal ist es der Refrain der wirklich toll ist, dafür kann man aber den Rest in die Tonne kloppen... mal sind es komplette Songs, bei denen man das Gefühl hat, dass die Band oder die Mischer mehr auf die Qualität ihrer Arbeit hätten achten soll. Auch wenn ich mir sicher bin, dass der Sound so wie er zu hören ist, auch gewollt ist, schwingt doch immer wieder ein Hauch von unprofessionialiät mit.

Ob die Band in den spanischsprachigen Ländern oder bei spanischsprechende Menschen mehr punkten kann als bei mir? Mir fehlt nämlich leider der Bezug zu den Inhalten, um das berurteilen zu können. Und dazu ist der Sound es auch nicht wirklich Wert, einen Online-Übersetzer zu Rate zu ziehen, der mir dann ja doch nur zusammengewürfelte Worte in ihrer Übersetzung anzeigt. Doch es gibt auch Songs, die keiner weiteren Erklärung bedürfen, sondern vom Sound einfach zusammen passen. Pure Punkrock findet sich zwar in allen Songs wieder, aber es gibt einige, bei denen mir der hier vorgestellte Mix tatsächlich gefällt. Darunter die Songs "Xarop Vietnamita", der beatbessessene (Bläser-)Song "Els Carrers de Soweto", der schon stark jazzige Einflüsse mit sich bringt, der instrumentale Song "Beirut" und der stark klingende Punkrocksong "Desobedienca".

Die aufgeführten Mängel und die guten Ansätze und auch gut umgesetzten Songs halten sich im Gleichgewicht. Doch wer die Chance hat, mal ein Ohr an den ein oder anderen Song dieses Albums zu halten, der sollte das tun. Denn der ein oder andere Song wird auch bei mir seinen Weg in Favoriten-Ordner finden.




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