Rumble Club - The Bad In Me
von: Stefan Schulze
Was. Wieso halte ich hier das bereits dritte Album der Band "Rumble Club" in den Händen ohne jeweils etwas von den beiden Vorgängern gehört zu haben? Vielleicht weil die beiden Alben "Rides Tonight" (2005) und "Gamblers Regret" (2007) lediglich in den USA erschienen sind. Doch mit dem dritten Album namens "The Bad In Me" wollen die Herren aus Kentucky nun auch Europa erobern und das könnte ihnen auch gelingen.
Denn der wohl markanteste Musiker dieses Quartetts überzeugt mit seiner tiefen Stimme ala Johnny Cash in seinen besten Jahren. Jack Coray ist allerdings nicht nur der Mann am Mikrofon, sondern auch der Mann mit den Fingern an der Leadklampfe. Doch auch seine "Mitstreiter" Kyle "Kid" Curtis (Upright Bass), Chewy Clark (Guitar) und Dave Johnson (Drums) sind ausschlaggebend für guten Gesamtsound der Band, der sich tatsächlich über 13 Songs halten kann. Während beim ersten Song noch heitere Country Styles mit düsteren Background Vocals gemischt werden (He rests 'neath the shadow of the temple of the Saints) - schließlich wird hier Schuhputzer Sam Joe Harvey gehängt - so folgen im zweiten Song "Lyndsay's Gonna Drive" härtere und rauhe Rockabilly / Psychobilly Sounds.
Textlich habe ich so einige Male geschmunzelt. So auch beim Song "Vampire Girls From Outer Space". Rockabilly mit Trash / Garage Einflüssen und dazu folgende Lyrics: "Vampire girls from outer space / They're gonna take over the human race / Black Cat baby Rock and Roll / Hot little mamas gonna suck your soul". Also nehmt ich in euch acht vor den außerirdischen Lady-Vampiren. Oder auch beim Song "Psychobilly Willie", vor dem sich nicht nur die Tip Hip Hopper in acht nehmen sollten. Auch Emo Baby Rocker sind in Gefahr: denn: Psychobilly freaks ain't never gonna stop". Der Titeltrack des Albums hingegen handelt vom Bösen in einem selbst. Im hier vorgetragenen Song hat das Böse allerdings seinen Ursprung darin, dass es sich bei dem Alter Ego, um Rosemary's Baby (Horrorfilm 1968) handelt und Anton LaVey (im Booklet LaVae geschrieben) - Gründer der Church of Satan - als Pate bereit stand. Gute Voraussetzungen also um die ganzen Schandtaten im Song "The Bad In Me" zu besingen.
Einer meiner Favoriten ist der Song "Brakes Are Burning Coal", der hauptsächlich durch einen mitreissenden Beat, aber auch durch eine sehr eingänginge Melodie besticht. Dazu kommt, dass der Song harmonischer Klingt als seine Vorgänger. Und mit "Lonesome Gunman Traveler" folgt auch noch ein richtige Country Ballade im Cash Stil par excellence. Rumble Club haben ein tolles Album aufgenommen. Der Mix zwischen rauen Rockabilly / Psychobilly Songs und Tracks im Johnny Cash Stil ist klasse und so scheinen die knapp 40 Minuten gar zu kurz für die insgesamt 13 Songs. Top Album.
News 2009: Rumble Club posten Songs
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