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Nekromantix - Life Is A Grave & I Dig It

von: Stefan Schulze
Wertung:
8 von 10 Punkten
Label:
Hellcat Records
V.Ö. Datum:
06.04.2006
13 Tracks
Artistinfos: Nekromantix
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Kim Nekroman hat sich die neuen Bandmitglieder Tröy Deströy (Rezurex - Gitarre) und Andrew Martinez (The Rockets - Drums) ins Boot geholt. "Life Is A Grave & I Dig It" wurde von dem Kopenhagener allerdings nicht im beschaulichen Dänemark, sondern im sonnigen Los Angeles aufgenommen, wo er gleichzeitig auch die Ratschläge seiner Bandkollegen von den Horrorpops befolgte. Und so entstand das 13 Stück starke Album, verpackt im schicken Digipack.

Musikalisch wird das geboten, was man von Nekromantix gewohnt ist. Schneller Bass und taktisch angepasste Drums, dominante Rhythmusgitarre und am Sound verglichen eher gemäßigten Gesang ohne große Sprünge nach vorne oder hinten. Die Refrains verleiten zum mitsingen, besonders weil alle Lyrics im inneren des Digipacks auftauchen. Allerdings könnten die Background Vocals beim ersten Song "Nekrohigh" etwas schwungvoller rüberkommen. Diese klingen leider etwas gelangweilt! Anders dagegen der zweite Track "Horny In A Hearse" in dem der Frontman besingt, wie er die Liebe seines Baby's mit einem V8 Cadillac zurückgewinnt. Ruhiger Song der absoluten Spitzenklasse in teils düsterer Stimmung trotz der stimmungsvollen Melodie!

Die Songs handeln von Leben, Tod und Liebe verpackt in Horror-Stories oder im Thriller-Style sagt die Band selbst und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Zu dem ist deutlich zu hören, dass das Trio das Album einfach "Live" klingen lassen sollte. Mit "My Girl" scheint Frontman Kim seiner Ehefrau Patricia Day (Horrorpops) ein Liebeslied in Nekromantix-Manier geschrieben zu haben. Härter geht es dann wieder bei "Rot in Hell" zur Sache, wobei man sich ab und zu wünscht, die Stimme würde einen etwas heftigeren Ton annehmen und die Jungs im Hintergrund würden das ganze durch die hellen Stimmen nicht immer verniedlichen. Auch die zwischenzeitlichen Shouts können das nicht ganz ausbügeln. Doch die Gitarre wird hier so gut und so betont gespielt, wie in keinem anderen Songs des Albums.

Im Gegensatz zu den vorigen Alben, gefallen mir die stark stimmlich und rhythmisch betonten Songs sehr gut. Beispiel hierfür der siebte Track des Albums "Cave Canem", in dem Kim der absolute Vortritt gelassen wird und lediglich verzerrte Nachhall-Stimmen hier und da unterstützen. Dieser und auch der nachfolgenden Titel "Flowers Are Slow" gehören für mich zu den Top-Songs des Albums. Ein weitere Lovesong ist "Anaheim After Dark", wobei ich nur vermuten kann, dass es sich bei der in den Lyrics besungenen Nacht um einen Auftritt im Club House Of Blues in Kaliforniern handelt.... Kurz vor Schluss packen Nekromantix dann noch mit "Fantazma" eine Countrylastigen Song auf das Album bevor dieses dann instrumental ausklingt!!!

Insgesamt ein sehr ordentliches Werk, dass meiner Meinung nach nur wenige Schwächen aufweist! Wie schon erwähnt, manchmal dürften die instrumental harten Songs auch noch etwas Druck durch die Stimme des Sängers erfahren, ansonsten eine klare Empfehlung!

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