U.D.O. - Dominator
von: Stefan Schulze
Dominator ist das bereits zwölfte Studioalbum der Heavy Metal Band U.D.O. Und das hat es in sich. Zehn Songs die einen wiedererkennbaren Heavy Metal Geschmack hinterlassen. Mit „The Bogeyman“ erklingt ein sehr düster wirkender Opener. Der stampfede Refrain und der typische Udo Dirkschneider Gesang und das Gitarrensolo sind bestechend für den ersten Track.
Der Titeltrack des Albums wirkt nicht ganz so schwer wie der Vorgänger. Auch wenn der Refrain von „Dominator“ keineswegs als pflegeleicht bezeichnet werden kann. Aber wir sprechen ja auch hier über Heavy Metal. Dafür trägt das Gitarrensolo zu einer echten Auflockerung des Songs bei. Der nachfolgende Song macht erst Eindruck einer Ballade, doch nach dem ein paar Sekunden später das Organ des Frontman ausbricht, ist es mit Ruhe erst einmal vorbei. Etwas herunterkommen und langweilig allerdings der Refrain (Black and White, Black and White) und der anschließende mehrstimmige Gesang. Da hilft auch die instrumentale Untermalung nicht meht.
Mit „Infected“ started dann einer meiner Favoriten auf dem neuen Album der Band um den ehemaligen Accept Frontman. Uptempo Riffs , knallige Drums und und immer wieder kurze Gitarrenparts, die einfach nur begeistern. Fühlt man sich hier schon im Heavy Metal Heaven, brauch man eigentlich nur auf dem Nachfolger warten. Auch wenn der nicht so rasant vorbeifliegt wie sein Vorgänger, so gefallen mir der Song nicht nur musikalisch, sondern vor allem stimmlich gut. Allerdings nur bis (wieder) der mehrsprachige Refrain einsetzt. Ich kann mit damit einfach nicht anfreunden. Die Songs bekommen dadurch einen solchen „Weichei“-Charakter. Schon fast unterträglich. Naja, abgesehen von dieser Schwäche, ist es echt ein guter Song geworden. Doch was will man machen, den Refrain rausschneiden. Also, direkt weiter in der Tracklist.
Mit „Doom Ride“ wird dann schwerer Stahl bewegt. Etwas mehr als fünf Minuten knallharter Heavy Metal mit schweren Riffs. Doch eine Pause kann mich sich dann mit der Ballade „Stillness Of Time“ gönnen, die beim ir allerdings lediglich in Bezug auf den Gitarrenparts überzeugen kann. . Doch was ist das. Solche Beats sind bei U.D.O. doch eher selten. Doch die Story über den Ball an der Tanzbar des Teufels wird musikalisch mit tanzbaren Beat und Rhythmus unterlegt. Und bei diesem Text „The nasty girls were dancing, eternally aflame. A thousand eyes were watching, and played the devil's game. And bones on the piano, shattered by the booze. And this is what you're up to, at the devils rendezvous” könnte man sich eine Teilnahme doch glatt vorstellen.
Viel lieber sind sind mir allerdings die typischen „U.D.O.“ Songs. Dazu gehört eindeutig der Song „Speed Demon“ bei dem auch die Spielgeschwindigkeit wieder stark zunimmt. Und so gehört der Track zusammen mit Infected ganz klar zu den herausragenden Songs dieses Albums. Abschluss gibt es dann mit „Whispers In The Dark“ eine weitere Ballade. Und auch wenn es nach der zweiten Strophe wieder etwas härter zu geht und der Sänger seine typische Stimmlage verwendet, so kann mich der Song nicht überzeugen. Und das nicht nur, weil sich auch die mehrstimmig gesungenen Zeilen einfach schlecht anhören.
Fazit: Leicht modernisierte U.D.O. Platte mit tollen Songs und doch bleiben so einige negative Parts doch langfristiger hängen. So habe ich mich bei manchen Songs schon vorab vor den Refrains gefürchtet. Das gibt bei mir klare Punktabzüge. Schade ist dabei nur, dass hierdurch einige Songs einfach kaputt gemacht werden, weil auf Grund der paar schlechten Sekunden, auch der Rest des wirklichen tollen Songs und Gesangs unbrauchbar werden. Glücklicherweise kommt das ja nicht überwiegend vor.
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