Metalium - Grounded Chapter Eight
von: Stefan Schulze
"We are Heavy Metal! If you don't like it.... FUCK YOUUUUU!" So beginnen die ersten Zeilen zum Song "Heavy Metal" aus dem aktuellen Metalium Album "Grounded - Chapter Eight". 10 Songs auf dem bereits achten Album der Hamburger Band... und das zum zehnjährigen Jubiläum. Metalium machen mit ihrem Opener einen guten Start. Powermetal mit Doublebass Attacken und bestechenden Riffs. Kein Ohrwurm, aber ein Start der vielversprechendes erwarten lässt.
Leider ist das nicht ganz der Fall. Auch wenn bei "Light Of Day" ein stampfender Groove die "Druckwelle" nach treibt, bleibt der Rest musikalisch eher unspektakulär. Gesanglich werden die Worte of zu lang gezogen und irgendwie fehlt die Würze. Von mir aus hätte die sowieso schon fast durchgehenden markanten Gitarrensounds, das Stück zu einen guten instrumentalen Song machen können. Peitschen, schwere Steine die bewegt werden, Schreie... so hört sich der Anfang zum Song "Pharos Slavery" an. Sechs Minuten düstere Stimmung, mitunter die tiefste Stimmlage von Frontman Basse, die zwischenzeitlich dann aber doch ausbricht. Mit den Hall-Effekten in der Stimmung hört es sich einfach klasse an. Der absolut beste Song auf diesem Album.
Die meisten der folgenden Tracks folgen der Linie der Erstgenannten und bieten nur noch wenig spektakuläres. Mit "Are We Alone" kommen dann nochmal musikalische "Attraktion" auf. Dazu gehören nicht nur die einläutenden Schreie sondern vielmehr die stimmliche Umsetzung der Lyrics. "Is there something out there" klingt nicht nur verzogen, sondern auch nach einer Frauenstimme. Immer wieder werden gesangliche Parts stimmverzerrt und bieten dadurch einen einen interessanten Gesamtsound. "Borrowed Time" hingegen kann mit seinen sechs Minuten ganz und gar nicht an den zeitmäßig gleichen Vorgänger anknüpfen. Hier hilft nur die Skip-Taste, sondern ist man weggepennt, bevor der Song vorbei ist. Und auch wenn der nächste Track eher durchschnittlich ist, so lässt einen der Song "Once Loyal" zumindest wieder wissen, dass es sich hier um Power Metal handelt.
Tja, das achte Chapter der Band ist nicht das Beste, aber auch nicht das schlechteste, was mir von Metalium bisher begegnet ist. Die Durschnittlichkeit der Songs insgesamt, lässt allerdings keine Jubelsprünge und Lobeshymnen zu. Von wenigen Ausnahmen abzsusehen, ist mir der Sound in den zehn Tracks dabei einfach zu berechenbar.
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