Elysion - Silent Scream
von: Stefan Schulze
Elysion, ein erst im Jahr 2006 gegründete Band, die bereits mit ihren ersten Demos sehr gute Kritiken verzeichnen konnte. Die griechische Band um Sängerin Christianna veröffentlicht jetzt, drei Jahre nach der Gründung, ihr Debütalbum via Massacre Records. Als Engineer zeichnet sich Ted Jensen verantwortlich, der schon die Technik-Regler bei Manson, Nickelback oder Evanescence bewegte. Das abschließenden Mastering ließ die Band im New Yorker Sterling Sound Studion vornehmen. Und die Qualität des Sounds hört man dem Album wahrlich an.
Dunkler Sound, passend zum Herbst / Winter und damit auch der passende Zeitpunkt für die Veröffentlichung dieses Gothic Metal Albums. Die Frontfrau überzeugt in allen Songs mit einer glasklaren Stimme. Die melancholische Stimmung hält nicht ist nicht durchgänging, meist wird diese durch den Refrain und mit den damit verbundenen kräftigeren Sound weggedrängt. Und das ist auch gut so. Denn so kann man hier ganz und gar nicht von schwerer seelischer Kost sprechen. Geradezu befreiend sind schon die langgezogenen "hey hey" Laute der Sängerin im ersten Track "Dreamer". Ein Opener der dazu mit absolut rockbigen Gitarrenparts besticht, die man zu Beginn des Anfangs nicht vermutet.
Genau so wuchtig geht es weiter. Diesemal gleich zu Beginn des Songs "Killing My Dream", in dem die Anfangs verzerrte Stimme von Christianna ganz plötzlich wieder in den eigentlichen klaren Sound übergeht. Es gibt zahlreiche gute Songs auf diesem Album. Doch die wirklichen "Aufhorcher" hören irgendwann in der Mitte des Albums auf. Einfach weil die ersten fünf Songs das komplette musikalische Repertoire der Band abdecken. Mir zumindest hat es das Gefühl gegeben, dass ich ganz getrost das Album durchhören kann, ohne von negativen Ereignissen überrascht zu werden. Auf der anderen Seite fehlt natürlich der gewisse Kick. Auch wenn die erste elektronischen Töne des siebten Tracks "Bleeding" ein kurzes Glitzern aufleuchten lassen, so zeigt sich dennoch schnell ab, dass es weiterhin bleibt dem gewohnen Sound bleibt.
Einen erwähnenswerten Song gibt es mit "Loss" dann doch noch. Denn dieser gehört mit seinem Gitarrensolopart und den zwischenzeitlichen stimmlichen Rockausbrüchen der Sängerin eindeutig zu den rockigsten dieses Albums und damit zu meinen Lieblingssong des Albums. Wer ein beständiges Gothic Metal / Epic Album mit Frauengesang möchte, der bekommt dieses. Dazu gibts eine absolut professionelle technische Umzetzung die einen klasse Gesamtsound mit sich bringt. Auf Grund der fehlenden Überraschungen, leider kein Topwertung.
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