Skeptiker, Die - Fressen und Moral
von: Michael Niehage
Ich muss gestehen, ich kenne die alten Alben der Skeptiker gar nicht, dabei sind die seit 1986 unterwegs. Schaut man sich die Besetzung an, stößt man schnell auf bekannte Namen: Eugen Balanska (Rotorfon), Lars Rude (Cultus Ferox, Blind Passenger), Andi Laaf (Mad Sin, Blind Passengers, Cassandra Complex), Tom Schwoll (Jingo de Lunch, Extrabreit, Sin City Circus Ladys, Kumbelbasis), Mathias Kahle und diverse Gastmusiker. Trotz der sehr unterschiedlichen Genres haben diese Jungs eins gemeinsam – die Skeptiker! Und die Skeptiker geben Gas, halten sich nicht zurück und werden nicht umsonst überall gefeiert; restlos ausverkaufte Clubtouren sagen wohl alles.
Schon nach dem zweiten Hören kann man die wirklich eingängigen Texte fröhlich mitgröhlen. Sie handeln von der Wirtschaftskrise, der Ungerechtigkeit der Gesellschaft und der braunen Brut.
„Gerechtigkeit“ finde ich besonders klasse: ungeschminkte Wahrheiten über die Wirtschaftsbosse, schön untermalt mit Sackpfeife. Keine dumpfen Parolen, sondern ausgefeilte Texte mit Sinn und Verstand.
Auch eher schwierige (oder sensible) Themen wie Amokläufe werden aufgegriffen, aber auch historische Themen wie die die Varusschlacht (mein totaler Favorit auf diesem Album) werden gewürdigt.
Ich bin beeindruckt und von diesem Album sehr angetan. Da macht es Spaß auch mal die Songtexte zu lesen. Das ist Streetpunk wie er sein sollte.
Fans kaufen das eh und jeder, der etwas intelligentere Texte mag ,kann hier bedenkenlos zugreifen.
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