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Eisregen - Schlangensonne

von: Stefan Schulze
Wertung:
5 von 10 Punkten
Label:
Massacre Records
V.Ö. Datum:
30.04.2010
12 Tracks
Artistinfos: Eisregen
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Er nennt sich "Blutkehle" und ist Sänger einer deutschsprachigen Dark Metal Band und drei Alben der Musiker wurden bereits auf Grund ihrer morbiden Texte indiziert. Klar, wir sprechen von Eisregen. Und die kündigen jetzt ihr neues Album "Schlangensonne" an. Hören wir doch mal rein und versuchen Einzuschätzen, was die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien zu den Songs der Musiker sagen könnte.

"Sie mag Kinder, hat selbst keine, am liebsten an der kurzen Leine... / zartes Fleisch zum Nachtverzehr... / hör nur wie die Kinder schreien, denn heute kehrt der Vater ein". Einige Vers-Schnipsel aus dem Opener "N8Verzehr". Ob diese Texte die BPjM bereits dazu bewegen gleich mit Auflagen zu versehen? Growls-Gesang und doch melodiöse Passagen. So zeichnet sich der erst Track aus. Im Gegenteil dazu verzichtet man im zweiten Song "Blute Aus" gleich ganz auf "freundliche" Parts. Hart, Brutal und trotz heimatsprachlicher Texte durch das Gegröhle oftmals nicht auf Anhieb zu verstehen. Abgesehen von dem kurzen instrumentalen (Gitarren-)parts bietet mir der Song keine musikalischen Finessen, die mich von dem Track überzeugen können.

Anders geht es auch bei den kommenden Songs zu. Es ist ja nicht so, dass mich Brutalität und musikalische Härte abschrecken, aber die oft nur wenigen Sekunden, bei der mich die Band bei den einzelnen Songs überzeugen kann, reichen hier einfach nicht aus (z.B. Ostfront u.a.). Dazu kommt einfach, dass mich bereits nach dem vierten Song der monotone Gesang von Blutkehle alias Michael Roth langweilt. Doch auch wenn es die genialen lyrischen Songs wie "Zauberelefant" auf dem Album gibt und Lieder wie der Titelracks "Schlangensonne" mich voll und ganz überzeugen könnten, so können diese meinen Gesamteindruck des Albums leider nicht mehr nach oben schrauben.

Eisregen haben sich bis jetzt eine feste Fangemeinde erspielt. Ob diese mit dem achten Studioalbum zahlenmäßig wirklich steigen wird... ich bin mir nicht sicher. Eisregen Fans können sich auf jedenfall wieder auf "kranke" Texte und einen oftmals brutalen Sound freuen. Doch eine Sache konnte mich an dem Album noch überzeugen. Der gekreuzigte Jesus mit weiblichen Brüsten auf dem Cover Artwork.... somit hat die Band es doch geschafft mich zum  BRUSTFETICHRIST zu machen... klar, weil "Jesus stinkt"!

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