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Pretty Maids - Pandemonium

von: Stefan Schulze
Wertung:
8 von 10 Punkten
Label:
Frontiers Records
V.Ö. Datum:
14.05.2010
11 Tracks
Artistinfos: Pretty Maids
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Seit 1984 haben die dänischen Metaller / Hardrocker zahlreiche Alben veröffentlicht. Doch um so höher die Lobeshymnen für ein Album ausgerufen wurden, um größer war der Fall beim kommenden Silberling. Nach den ersten öffentlichen Kritiken hatten es PRETTY MAIDS schwer sich wieder aufzurappeln und lange Zeit schien es so, als würde dich aus dieser Versenkung nicht so schnell wieder auferstehen. Und ist man mal ehrlich... so war es auch. Doch eine lange Zeit ist vorüber und Pretty Maids starten mit "Pandemonium" einen Anlauf, die Welt und wahrscheinlich auch sich selbst, von ihrem Können zu überzeugen.

Und gleich der Opener und zugleich Titeltrack des Albums lässt mich überraschend genauer hinhören. Denn bei "Pandemonium" kann man sich nicht nur von perfekt abgestimmten Instrumenten überzeugen, sondern gleich auf von einer hinreissenden Melodie, die Ronnie Atkins Stimme nur so vor sich hintreibt. Nein, Freunde der härteren Fraktion. Nicht mit Geknüppel und brutalen und angsteinflössenden Growls, sondern mit einem Hauch musikalischer oder auch instrumentalischer Dominanz, der man sich in den ersten Sekunden schon nicht entziehen kann. Sollte es dennoch mal neben dem Gesang auch musikalischer ruhiger zugehen, so dauert es nicht lange bis Trommler Allan aktiv wird und mit treibenden Beats das ganze Ding nach vorne treibt. Und diese guten Kombinationen trifft man bei den 11-Tracks umfassenden Album häufig. 

Auch der Frontman gönnt sich mal Auszeiten und lässt Gitarrist Klen Hammer zu Word kommen (I.N.V.U.). Kein Instrumentalsong, aber einer bei dem Sänger Ronnie weitaus mehr im Hintergrund steht als noch beim Vorgänger. Und gemäßigte Hits für die breite Rockfraktion gibt's dann auch noch: "Little Drops Of Heaven" ist DIE Ballade unter den anderen Songs. Da die Wortwahl "alltagstauglich" bei mir oft einen negativen Touch vermittelt, muss hier betont werden, dass der Song Erfolg im alltäglichen Radiogedudel haben könnte, mir persönlich aber etwas zuviel auf den rockigen Mainstreamwellen mitschwingt. Einen anderen Eindruck vermitteln zwar die ersten Sekunden von "One World One Truth", letztendlich ist dieser trotz höherer Rockfaktorrate, bis kurz vor Schluss seinem Vorgänger sehr ähnlich. Erst in der letzten Minute wird das Lenkrad rumgerissen.

Die weiteren Songs behalten Ihre Klasse was die perfekte Produktion betrifft. Doch durch die musikalischen Ausflüge von Heavy Metal bei  "Cielo Drive" (Top Song!!!) oder "It Comes At Night" bis hin zu Metal- und Rockballaden ("Old Enough To Know" / "Breathless) schwankt mein Gesamteindruck etwas. Ganz klare Favoriten sind die Songs der härten Fraktion. Doch Pretty Maids schaffen es irgendwie, auch bei den soften Songs, die ihnen bereits von mir zugeschriebnen Schublade zu durchbrechen und sich durch ihre Spielart nach oben zu kämpfen. Und das wird von mir natürlich anerkannt. Klassik und Melodic Metall Freunde die sich auch mal mit ruhigeren Tönen anfreunden können, dürfen ohne viel nachzudenken zugreifen....

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