Conduit - Fear For Those Who Missed It
von: Stefan Schulze
Die britische Band CONDUIT hat jetzt ihr Debütalbum "Fear For Those Who Missed It" via Whirlwind Records veröffentlicht und ganze elf Tracks sind dazu da, um den Hörer von der Qualität des Debüts aufmerksam zu machen. Angekündigt wird die Band mit den Worten: "... diese Platte wird einer der Hardcore Veröffentlichungen 2010 sein, die man nicht verpassen sollte"! Ihr wollt eine subjektive und doch eindeutige Meinung gleich zu Beginn der Plattenkritik! FALSCH. CONDUIT sind lediglich eine Hardcore Mix Band, denn daneben spielen zahlreiche andere Genres eine Rolle. Was in erster Linie nicht schlecht ist. Aber wer gleich vom Opener vergrault wird, kann sich nur noch schwer in das Album einfinden.
Verwirrenden Tempowechsel, Pop-Rock-Punk Gesang und zwischendurch ein paar Shouts, die nicht einmal den Wellensittig meiner Omi von der Stange hauen können. Dazwischen Metalcore Gesang, der - so traurig es ist - noch nicht einmal so bezeichnet werden kann, weil der typische Kraftakt der Stimmbänder einfach nicht vorhanden ist. Was nach knapp drei Minuten aufgehört hat, scheint sich im zweiten Song ganze fünf Minuten wiederholen zu wollen. "And Then There Were Four" ist der schwache Versuch Screamo Parts und Nu-Metal Elemente unter einen Hut zu packen. Eigentlich kein Problem, für die Band anscheinend schon. Der Gesang nervt und der Abgang des Songs ist ein Katastrophe. Ich habe jetzt schon genug von dem langerwartenden Debütalbum der Band... wer zum Teufel hat den Jungs zu einem Album geraten!
Was soll ich sagen liebe Leser. Es wird nicht besser. Bei Hardcore Bands freut man sich auf wütenden Gesang und aggressive Mukke, hier ist die Musik bezogen auf ihre Power ein Armutszeugnis und nicht die Band ist wütend, sondern ich werde es. Zugegeben, ein Wortspiel! Aber enttäuchst wird man von dem Album eindeutig. Die restlichen Songs bringen nicht wirklich besserung. Zwei kleine Lichtblicke gibt es dann doch; mit "Snakes und Ladders", weil der Song einfach mal so konzipiert ist, dass die Tempowechsel nicht so ganz ins Gewicht fallen und man mitleidig den Gesang vertreten kann. Des Weiteren der Song "Finding Charis", weil hier stilfremde Elemente eingebunden werden, die - wenn wahrscheinlich auch nur zufällig - die Gesamtidee der Band bewusst machen. Doch der Song ist eher interessant als gut, aber alleine das ist ja schon was (zumindest hier).
CONDUIT erfinden hier einen Stilmix, der besser nie erfunden hätte werden dürfen. Klar kann ich verstehen, wenn sich Bands von den zahlreichen Konkurrenten abgrenzen wollen, aber so klappt das nicht. Es muss gesagt werden. Ein wirklich schlechtes Album. Punkt eins für die beiden kleinen Lichtblicke, Punkt zwei als Trostpflaster für die zukünftigen Hänseleien! SORRY GUYS! YOU BETTER TRY IT AGAIN!
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