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Cenobites - No Paradise For The Damned

von: Stefan Schulze
Wertung:
8 von 10 Punkten
Label:
Rebellion Records
V.Ö. Datum:
28.05.2010
11 Tracks
Artistinfos: Cenobites
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Seit 16 Jahren spielen sich die niederländischen Psychobillies Cenobites die Finger wund. Und dennoch - oder sagen wir lieber genau deshalb - existieren erst zwei Alben, dafür aber zahlreiche Maxis, der fünf Musiker aus Rotterdam. Doch endlich ist mit "No Paradise For The Damned" das dritte Album der Band erschienen. Verantwortlich hierfür zeigt sich diesmal Produzent Jacques de Haard, der zusammen mit Sänger Dimitri Hauck, Drummer Rudi Ross, Kontrabassist Peter Vogeli und den zwei neuen Gitarristen Wes-13 und Rudi Reject elf neue Tracks für das Album fertigstellte.

Und der erste Song klingt schon fett. In etwas mehr als zwei Minuten knüppelt die Band "1000 Bullets" runter. Absolut vordergründig die röhrende leicht krächzende Stimme von Sänger Dimitri, die nicht nur bei diesem Song rotz'n'roll dreckig klingt, sondern schon fast nach guter Live Aufnahme klingt. Ein Stil der genau in meinen Gehörgang schlingelt. Die schnellen Nummern des Albums sind klasse, aber auch die Midtempo Songs wie "Bloodstains" oder der Sleaze Rock untermalte Song "Cold Skin Love" können absolut überzeugen. Ok. Pure Psychobilly klingt anders! Aber aber ... Freunde des Psychobilly Sounds! Die Linie der Cenobites ist klar defniniert. Doch Angst davor Genre übergreifende Elemente zu verwenden hat die Band nicht. Und das gefällt! Übrigens, Herr Sparky, seineszeichen Frontman von Demented Are Go, unterstützt bei "Bloodstaines" Sänger Dimitri bei den Refrains. Ehrlich gesagt, eine Unterstützung hätter er hier nicht gebraucht.

Ganz besonders deutlich wird das natürlich mit der Cover Version des Songs "Black Metal" von VENOM. In knapp drei Minuten prügelt (man achte auf die Drums) die Band ohne wenn und aber den Song runter. Doch etwas ungewohnt für Kenner des Originals und mit Sicherheit nicht der beste Song des Albums. Dafür aber ein interessante Variante. Entgegen der Knüppelvarianten sind es gerade Songs wie "Chasing The Dragon" die das Album eine weitere Facette verleihen. Rock'n'Roll, Punkrock gepaart mit rotzigen Gesang und einer hier heraushörbaren Lead-Guitar machen diesen Song zu einem der Top-Songs des Albums. Ein weiterer Auftritt von DAG Frontman "Sparky" findet sich im Song "Don't Talk To Me" wieder. Ok, auch wenn die beiden Sänger die Sätze hier gegenseitig um die Ohren werfen, so handelt es sich sicherlich nicht um den besten Song des Albums. Wobei die einzelnen Strophen echt gut klingen, aber der monotone Refrain, langweilt dann doch schnell.

Alles in allem haben die Cenobites ein klasse Album veröffentlicht. Und dazu eins, was meine erste Erwartungen weit übertrifft. Dieses Album wird in den Wochen jedenfalls nicht sofort und unangerührt im Plattenschrank verschwinden. Reinhören! Und, überzeugt? Ich ja, und zwar soweit, dass ganze acht von zehn Punkte bei der Bewertung rauspringen.

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