Bloody Mary - Party Music For Graveyards
von: Stefan Schulze
Die italienische Band Bloody Mary sind musikalisch schon seit 10 Jahren unterwegs und 2003 veröffentlichte man mit "Red" die erste Promo CD. Beeinflusst von Bands wie H.I.M.,
The Cult oder Fields Of Nephilim gepaart mit den eigenene Mixes aus 80er Wave und amerikanischen Hardrock Sound veröffentlichte die Band im Mai 2005 ihr Debütalbum
"Blood'N'Roll".
Zwischen dem Debüt und dem zweiten Full Length "Party Music For Graveyards" veröffentlichte die Band im Februar 2007 noch ihre vier Tracks umfassenden EP "Dig Up For The Party", auf der unter anderem der Ramones Song zu "Pet Sematary" zu hören ist. Das Cover ist auch auf dem neuen Album zu finden. Es folgen zahlreiche Auftritte, die die Band auch schon nach England, Deutschland u.a verschlug. Und so ist es keine Wunder, dass die Band sich auch schon die Band mit Größen wie The 69 Eyes, Tiamat oder Sonic Syndicate teilte.
Gleich der Opener "Velvet" startet vielversprechend. Mysteriöse Klänge, verzerrte Stimme und rockige Parts bestimmen eine melodischen Track. Düster Rock, Düster Stimme, Goth Rock... ein Mix der sich nicht definierbar ist. Doch absolut beidruckend ist die Stimmvielfältigkeit von Sänger Aldebaran. Allerdings wurde hier natürlich technisch nachgeholfen. So wurden bei dritten Song "Sobibor" sowie bei Song "Fallen Christ" gleich bis zu 16 Stimmaufnahmen overdubt. Zu dem hat man sich mit Sängerin italienischen Sopran Sängern gleich noch Verstärkung mit ins Boot geholt. Nicht immer schafft es die Band mit so mitzureissen wie es die ersten drei Tracks tun. So klingt gerade "Fallen Christ" mit den sich überlagernden Gesang und den schnell Wechseln überladen und es fällt schwer dem ganzen zu folgen.
Die Ballade "Somebody To Love" erinnert stark an H.I.M. mit Frontman Ville Vallo. Leider verliert der Song zwischendurch bei den "zweistimmigen" Passagen seinen Schwung, und die vierfachen Wiederholungen des sich sowieso schon wiederholenden Refrains ist einfach zuviel. Und so stellt sich bei mehrfachen Hören des Albums einfach raus, dass die Band durchgehend super Grundlagen geschaffen hat, deren entgültig gute Ausführung durch die zum Teil nervigen Stilmixes zunichte gemacht werden. Genug der negativen Worte, denn insgesamt hat die Band ein solides und gutes Dark Rock Album veröffentlicht. Besonders zu erwähnen sind neben dem Opener "Velvet" auch die Songs "Befor You Fade", "Gettin' Older", "Pet Sematary" sowie der letzte der Track "The Reason", der für mich einer der besten Stücke auf dem auf dem Album. Doch die Kritik hinterlässt bezüglich der Bewertung eindeutige spuren: Und so gibts trotz überragender Songs hier und heute nur sechs von zehn Punkten.
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