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Volbeat - Beyond Hell / Above Heaven

von: Stefan Schulze
Wertung:
10 von 10 Punkten
Label:
Vertigo
V.Ö. Datum:
10.09.2010
13 Tracks
Artistinfos: Volbeat
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Volbeat haben ihren ganz eigenen Stil. Einen der direkt die Geschmacksnerven stimuliert, der Metalfans und Rock’n’Roller gleichermaßen beeindruckt und der die Band spätestens seit Veröffentlichung ihres zweiten Albums „Rock The Rebel / Metal The Devil“ in den Rockhimmel  katapultiert hat. Was den  Dänen um Frontman Michael Poulsen keiner zugetraut hat, war das Halten dies Niveaus oder sogar die Steigerung. Und die Plattenbesprecher unter uns, die bereits mit dem 2007er Album die volle Punktzahl vergeben hatten, sind beim Nachfolger „Guitar Gangster & Cadillac Blood“ ganz schön ins schwimmen gekommen. Doch was nun, es liegt vierte Album „Beyond Hell / Above Heaven“ vor… und das, soviel sei schon vorausgesagt, haut aus den Socken.

Gleich mit dem ersten Track „The Mirror and The Ripper“ knallt die Band einen Opener raus, der seinesgleichen sucht. Daneben fällt nicht nur der musikalische Stil auf, sondern auch die Aussprache des von Poulsen bringt zum schmunzeln. Es klingt irgendwie sympathisch wenn „ripper“ wie „reaper“ ausgesungen wird... und das hört man auch an andere Stellen.  Es ist vielleicht genau dieser Mix der schnellen und härteren Metalparts und dem Rock’n’Roll Gesang, den Betonungen und der Melodie, die diese Begeisterung auslösen. Dazu kommen die Überraschungseffekte, die die Band in ihren Songs einbaut. So darf man sich im Song „Heaven Nor Hell“ sogar um Begleitung einer Mundharmonika freuen.  Passt super zum Song und macht auch die „softeren“ Songs zu  echten Hinhörern.

Ich persönlich stehe gerade bei Volbeat auf die härteren Songs. Dazu gehört auch der Track „Who They Are“,  der im Refrain dennoch nicht auf die eingängigen melodiösen Gesangsparts verzichtet. Natürlich gibt’s auch die Rockerballade! „Fallen“ als Hintergrundmusik zum Kerzenschein-Dinner mit der Angebeteten? Zugegeben, „Kuschelrock“ tauglich ist der Song glücklicherweise nicht! Ein absolut geiler Track ist auch „7 Shots“, der als Country Song beginnt, sich aber auch durch die klassischen Metal-Gitarren Parts zum echten Thrash Metal Song entwickelt. Nicht ganz unschuldig daran ist jemand, der sich nicht nur an der Stimme, sondern gleich auch an seinem Textpart erkennen lässt:  „Welcome to a world of chaos, you’ve caught in the light….“. Mille von Kreator, oder besser gesagt – Leader der Hordes Of Chaos, ist derjenige, der sich beim Song „7 Shots“ mit hat einbinden lassen. Es folgt mit „A New Day“ ein Sing-A-Song Track, der auf den kommenden Live Gigs zu echten Kollektivgesang führt. Ein Sound der sich ganz geschickt durch die Gehörgänge schlängelt und gleich vom ersten Moment an darin verfängt.

Mit „16 Dollars“ hat die Band sich dann den etwas typischeren Rockabilly Sound gewidment. Knapp drei Minuten, bei denen auf Metalparts so gut wie verzichtet wird. Headbanging nein, rockin' ja. „Feel the power of a warrior! Fight, fight, fight, fight. Let’s get ready to rumble.“. Box-Fans unter euch ist die Einzugshymne des dänischen Profiboxers vielleicht schon ein Begriff. Mikkel Kessler kann sich beim Gang in den Boxring mit diesem Song schon einmal ausmalt, wie er seine Gegner zu Boden haut. Absolut passender Powersong, der sogar zu meinen persönlichen Top 3 dieses Albums gehört. Ein kurze Pause, kann man sich nach diesem Vorgänger-Kraftakt mit „Magic Zone“ gönnen, bevor es dann mit „Evelyn“ brachial zur Sache geht.  Mike Barney, Frontman der UK Band Napalm Death  übernimmt die Gesangsparts und haut bis zum Refrain einen klassischen Death / Grind Metal Song raus. Nach mehrmaligem Hören, habe ich mich dann aber auch an diesen Mix mit den Gesangsparts von Michael Poulsen gewöhnt. Und die lockern den Song dann auch wieder so auf, dass auch strikte „Death“ Verweigerer mal drüberhören können.

Einen passenden Abschluss finden Volbeat dann mit dem Song „Thanks“:  „We thank you people for being around, supporting Volbeat with love and hell fire”. Es dürfte schon beim Lesen dieser Rezension klar sein, dass mich das Album begeistert hat. Das Vorgängeralbum hat – glücklicherweise – von mir *nur* 9 von 10 Punkten erhalten. Es ist also noch Luft nach Oben! BIS JETZT. Denn dieses Werk verdient die voll Wertung. Volbeat – pitXplorer – TEN POINTS!

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