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New Device - Takin' Over

von: Tim Rauße
Wertung:
7 von 10 Punkten
Label:
Powerage Records
V.Ö. Datum:
17.09.2010
12 Tracks
Artistinfos: New Device
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Mit “Takin’ Over” präsentieren die fünf Engländer ihr Debut-Album. Seit 2007 existiert die Band und tritt nunmehr an, einen Siegeszug anzutreten... anderswo hat man sie offensichtlich schon entdeckt, denn so stehen Support-Gigs für Bon Jovi an, und selbstbewusst präsentiert man sich auf Myspace mit besten Kritiken des ein oder anderen Hard Rock – Magazins.

Da werden Einflüsse von Guns’n’Roses, Aerosmith und Metallica, den „Stadion-Rockern“ aus den 80ern und 90ern genannt und auch mit Van Halen lässt man sich gerne messen.

Keine Frage, tatsächlich sind Wurzeln aus den letzten beiden Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts deutlich zu hören und schmackhaft umgesetzt. Von Aerosmith oder Van Halen allerdings keine Spur, es drängt sich hier der Verdacht auf, dass die PR-Abteilung einfach ein paar große Namen in die Runde werfen wollte – dabei hat die Truppe das eigentlich gar nicht nötig. Tatsächlich kommt bei einigen kleineren Parts eine gewisse Erinnerung an G’n’R oder noch eher Skid Row auf – und Sänger Daniel Leigh erinnert stark an Def Leppard – von denen die Jungs auf Myspace auch ein Cover anbieten (Photograph).

Der Opener (Make My Day) kommt schön aggressiv daher, ist meines Erachtens das beste Stück der Platte und erinnert zeitweise mit einem schönen Gitarrenriff unter dem Gesang ein wenig an Velvet Revolver, was ebenso für „Never Say Never“ gilt. Die Produktion ist allerdings etwas moderner gestaltet, der Zeit angepasst. Man mag hierbei etwas den Dreck der Vorbilder vermissen – auf der anderen Seite haben die Briten durch ihren guten Mix aus G’n’R, Skid Row, Def Leppard und neueren Kappellen durchaus einen eigenen Sound und man bedient sich gerne an sämtlichen Rock’n’Roll-Klischees, ohne dabei rot zu werden. Die Balladen (In the Fading Light, Moth to the Flame) sind (vielleicht zu?) mächtig aufgezogen, auf den erzielten Stadionrock getrimmt und auf das ein oder andere Didel-Dudel Solo wird dabei auch nicht verzichtet. Wenn man dann kein Ende für einen Song hat, wird einfach während eines epischen Solos ausgeblendet. Die dreckigen Nummern liegen ihnen definitiv besser, aber das ist Geschmacksache – mir ging jedenfalls das Herz auf, als nach der erwähnten balladesken Nummer mit „Seven Nights, Seven Bodies“ wieder ein auf den Punkt gespielter und zügiger Rock-Song mit Anfang und Ende durch die Boxen schallte. Das können sie, auf den Punkt, riffbetont, mit schönen Backgrounds.

Nach dem ersten Durchhören ist nichts wirklich hängen geblieben, irgendwas fehlt noch, vielleicht der ganz eigene Stil. Trotzdem eine schöne, straighte Rock-Scheibe, Anspieltipp ist Track 1. Macht sieben Punkte.




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