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Cruel Hand - Lock & Key

von: Henning Moser
Wertung:
7 von 10 Punkten
Label:
Bridge Nine Records
V.Ö. Datum:
30.07.2010
10 Tracks
Artistinfos: Cruel Hand
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Nach „Without A Pulse“ 2007 und „Prying Eyes“ 2008 liefern „Cruel Hand“ aus Maine nun ihr drittes Full-Length Album „Lock & Key“ ab. Produziert wurde das gute Teil von Jay Maas (u.a. Verse, Bane, Defeater) und wie schon das letzte Album, von Bridge Nine veröffentlicht. Der Opener des Albums, der den Albumnamen trägt, beginnt sehr Madballähnlich und der Sound klingt somit wie eigentlich das ganze Album über sehr nach New Yorker Old-School Hardcore. Auch der zweite Song des Albums, der den Bandnamen trägt, enthält zwischenzeitlich sehr Madballähnliche Anklänge, was aber keinesfalls negativ gemeint ist. Die meisten Songs des Albums bewegen sich im Midtempo- Bereich und auch kleine Soli, sowie cleane Sprechgesangsparts, die ein wenig an „Leeway“ erinnern, werden auf „Lock & Key“integriert. Ein besonderer Leckerbissen stellt für mich der vierte Song „Broken Glass“ dar, der einfach Klasse klingt, da er mit viel Druck und einem abwechslungsreichen Riffing ausgestattet ist. Der mit Abstand längste Song des Albums ist mit 3:21 „One Cold Face“, da sich die Länge der meisten Songs zwischen 1,5 und ca. 2 Minuten einpendelt.

Zusätzlich sticht in meinen Augen auch noch „Rotations Of Hurt“ aus dem Gesamtsound des Albums heraus, hier kommen die charakteristischen Vocals von Chris besonders zur Geltung und der Song klingt sehr eingängig. Auch der achte Song „Dismissed“ ist besonders zu erwähnen, ein schneller, druckvoller und gut gemischter Song mit coolen Gangshouts und einem netten 2-Step Part.

Das Album endet nach recht kurzen, aber für „Cruel Hand“ nicht untypischen 20:58 mit dem zehnten Song „The Bottom (Of Munjoy Hill)“, der noch einmal alle Aggressivität zu Tage treten lässt und einen interessanten, schleppenden Moshpart enthält. Im Gesamten ein durchaus interessantes Album, das keinen „Cruel Hand“ Fan auch nur annähernd enttäuschen wird, da es über alle essentiellen Merkmale eines gelungenen, modernen Old-School Hardcorealbums verfügt , besonders zu erwähnen sind auch noch die sehr interessanten Rhytmuswechsel, die hin und wieder auftreten und das Album auf jeden Fall bereichern.

Trotz Allem können „Cruel Hand“ mit dieser Scheibe in meinen Augen nicht ganz an den Vorgänger „Prying Eyes“ anknüpfen, der meiner Meinung nach noch eingängiger, aggressiver und drückender rüberkommt. Eine Kaufempfehlung kann ich jedoch zumindest für jeden „Cruel Hand“ -Freund und New York Hardcore-Liebhaber aussprechen.

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