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Ski's Country Trash - Trash Valley

von: Florian Stoffelen
Wertung:
10 von 10 Punkten
Label:
Rodeostar Records
V.Ö. Datum:
03.09.2010
16 Tracks
Artistinfos: Ski's Country Trash
 Ski's Country TrashProfil bei MySpace Ski's Country Trash on LastFM


Normalerweise kennt man den Ski King eher von seinen Soloprojekten wenn er das Zwischenprogramm auf diversen Touren moderiert. Mittlerweile ist der stark tattoowierte ehemlige US-Soldat auch mit Band unterwegs.

Ski’s Country Trash heißt die Kapelle in der der Ski King natürlich wieder den Gesang übernommen hat und die in diesen Tagen ihr Debüt Album “Trash Valley” veröffentlicht hat. Ganze 16 Songs ist das Album stark und ist eine irre Mischung, ja aus was eigentlich? Der Opener “Country Trash” wird durch quietschende Reifen und ein prügelndes 1-2-3-4 auf dem Schlagzeug eingeleutet. Der Song rockt gewaltig und driftet schon fast in die Heavy Metal Richtung ab. Von Country allerdings keine Spur.

Beim zweiten Song “Don’t shoot me down, kommt zumindest durch das Banjo ein wenig Country Feeling auch. Sehr schön fließen auch die Vocals von Sarah Blackwood in den Song ein, die in einem krassen Gegensatz zu Ski’s rauher, kratziger Stimme stehen. Aber so richtig nach Country klingt die Scheibe immernoch nicht. Ich vermisse auch ein wenig das slappen von Evil Puck’s Bass. Doch zum Glück bekommt die Band schnell genug die Kurve und beim vierten Song That’s alright gibt es diesen wunderbar slappenden Bass der wunderbar mit dem Schlagzeug harmoniert.

Das besondere an dieser Platte sind vor allem die schnellen Wechsel, zwischen Country, Rockabilly, und Heavy Metal. Wenn im einen Song wie bei “Rose of Ballymore” die Gitarre noch unverzehrt ist, so klingt sie im nächsten Track “No other One” um längen härter. Ähnlich verhält es sich auch mit der Ski’s Stimme. Das schöne daran ist, das die Wechsel nicht Bitter aufstoßen, sondern die Platte unglaublich Abwechslungsreich beim hören machen.Man merkt einfach das keiner der Musiker nur in einem Genre zu Hause ist.
“Wonderland” ist dann die Essenz aus der Mixtur. Während man beim Vers vor dem inneren Auge Latzhosen tragende Hillbillys vor sich sieht, sieht man beim Chorus moshende und head bangende Metaler vor sich. Geil! Mehr Abwechslung geht fast nicht.

Der 8te Song ist das einzigste Cover auf dem Album. “Jack Daniels” ein Cover con Sex Slave ist gerade bei Ski’s Vergangenheit eine verdammt coole Nummer, die musikalisch geil umgesetzt wurde. So rockt man sich mit einer Mischung aus Country, Rockabilly, Psychobilly und Heavy Metal durch die Songs. Wobei jeder Song seinen ganz eigenen Charakter und seine Berechtigung auf dem Album hat. Sehr gut gefallen hat mir, das auch zwei Songs von Ski’s Solo Scheibe “Uncaged” den Weg auf “Trash Valley” gefunden haben. “Running Man” und “Candy” sind fantastische Songs, die durch die Interpretation der Band noch einmal an Tiefe gewonnen haben.

Nach 16 Songs verlässt uns die Band so überraschend wie sie gekommen ist, keine harten Gitarren Riffs oder knüppelnde Drums. Nein, nur die markante Stimme von Ski und eine Akkustik Gitarre sind auf dem letzten Song “Join Me” zu hören.“Trash Valley” ist ein absolut überraschendes und gleichermaßen überzeugendes Album. Ich habe wenige Alben in meiner Sammlung die so viele unterschiedliche Musikstile so gut vereinen. Wie auch die Soloalben des Ski’s wird auch Ski’s Country Trash “Trash Valley” so schnell nicht meinen CD Player verlassen.

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