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Cowboy Prostitutes - Swingin' At The Fences

von: Stefan Schulze
Wertung:
6 von 10 Punkten
Label:
Sunny Bastards
V.Ö. Datum:
22.07.2008
11 Tracks
Artistinfos: Civet
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Hm. in Schweden scheint es Trendy zu werden sich als Sänger Cowboy Hüte auf den Kopf zu setzen. Und so dachte ich als erstes an Marcus „Boner“ Petersson als ich das Booklet der Cowboy Prostitutes betrachtete. Denn Frontman und Bassist Luca Isabelle ähnelt doch auf dem ersten Blick glatt dem The Bones Sänger. Stilistischer Erfindungsreichtum ist bei den Cowboys nicht vorzufinden, sie scheinen sich in den Reihen vom Rock'n'Roll der Bones schon ganz wohl zu fühlen. Doch auch ein Touch Glam-Rock schimmert immer wieder durch und zum Teil hört es sich an, als hätte der "junge" Axl Rose das Mikro in die Hand genommen.

Beeindruckt haben die eindrucksvollen Gitarrenparts, die immer wieder die Songs durchbrechen und dir das Rockfeeling vermittelt, nachdem dem dein Körper täglich schreit. Der erste Track "Rock'n'Roll Jail" schafft es damit gleich in die Topsongs dieses Albums. Und wenn sich Leadgitarrist Simon Solomon und Gitarrist Tobbe Johannsson sich gegenseit zum Duell auffordern, bleibt keine Saite unberührt. Die druckvollen Songs vermitteln schon den Eindruck, als hätte die Band ihr ganze Kraft in die Songs gesteckt und geplant ihren Hörern ordenlich den (M)Arsch zu blasen. Wären da nicht schon soviele Bands die gerade in ähnlicher Art ihre Musik vermarkten würden, hätte die Band mit Sicherheit ein größere Chance, als Knaller in den privaten Musikregalen zu landen.

Mir geht zumindest schon nach dem fünften Song so langsam die Luft raus... und zwar nicht weil ich - wie es locker möglich wäre - jeden Song lautstark mitgröhlen zu können, sondern weil mir etwas neues fehlt, etwas was sich zu den hier bereits angesprochenen Vergleichsband abgrenzt. Das gelingt zwar schon etwas mit dem Song "Just As Long", der in Art einer Rockballade eingeleitet, aber leider nicht zu Ende geführt wird und ganz schnell in den typischen Stil der Band übergeht. Neben Track One gibt es aber dennoch einen weiteren Favoriten. Die tatsächliche Rockballade "Roseline" ist ein echter Hammer. Mit der ruhigen Stimme von (vermutlich) Tobbe Johannson und der "kreischend" angehauchten Stimme von Sänger Luca hat die Band die Kreativät gezeigt, die mir bei den anderen Songs so gefehlt hat.

Qualitativ hat die Band eine tolle Leistung abgeliefert, aber mir persönlich fehlt das Besondere, das nicht nur durch einen, zwei, oder drei Songs von ganzen elf zur Geltung kommen kann. Die eigene Note zu den bereits bestehenden Genre-Kollegen könnte noch etwas deutlicher ausfallen. Für eingefleischte Fans des Genres ganz klar ein muss, für Gelegenheitshörer, die sowieso schön The Bones etc. Platten im Schrank haben, eher nicht. Und für die, die mit den Cowboy Prostitutes in ihr persönliches neues Musikzeitalter treiben wollen... losziehen, einkaufen, abrocken...

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