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Earthbend - Harmonia

von: Stefan Schulze
Wertung:
6 von 10 Punkten
Label:
Rookie Records
V.Ö. Datum:
22.08.2008
10 Tracks
Artistinfos: Earthbend
Earthbend Homepage EarthbendProfil bei MySpace Earthbend on LastFM

Aus Finsterwalde stammt das Indie-Prog-Rock Trio „Earthbend“, dass mit Harmonia nun ihr zweites Album und damit den Nachfolger des 2007 erschienen Albums „Young Man Afraid“ auf den Markt bringt. Gleich zu Beginn startet der Titeltrack des Albums tatsächlich mit wohlklingenden harmonischen Sounds und einer genialen Verschmelzung der Instrumente dieser Band. Eine musikalische Altersstufe höre als die Experimental-Bands der 60iger und eine Stufe (zum Glück) knapp unter Vielfaltslevel so mancher Krautrock Bands, sind Earthbend schon mutig, einen etwas zehnmütigen Song zu Beginn ihres Albums zu platzieren. Hier allerdings muss sich die Band sicher gewesen sein, keine abschreckenden Wirkung zu erzielen.

Was bei Omi schon für Hottentotten Musik einestuft würde, verdient bei mir ein noch zögerndes lächerlich. Denn mit dem zweiten Titel „Leroi“ wagt es sich die Band zwar eine ganze Portion mehr Rockmusik in die Schale zu legen, aber so richtig mag der Funke bei mir in diesem Moment nicht überschwingen. Doch Hardrocker sollten nicht vergessen, dass es sich hier um eine sanftere Variante ihres so geliebten breitspektralen Genres handelt. Und so muss man bei Songs wie „1000 Yard Stare“ sich einfach mal auf den Sound der Band einlassen, ohne darauf zu warten, dass jetzt der Höllensturm losbricht. Fällt mir ehrlich gesagt etwas schwer.

Auch wenn die Songs eingängige Melodien mit sich bringen so widerspreche ich der Band doch sehr. Diese schreibt nämlich auf ihrer Myspace Seite: „..so ausgecheckt die Songs und der Sound auch sind, man hat jederzeit Bock, die Faust in die Höhe zu recken. Man steht also immer mitten im Proll und Punk bei allem dem Prog.“ Proll? Hä. Punk? Was! Hm, das mögen Plattenkritiker andere Magazine vielleicht so sehen, aber im TurnToRock.de Reportiore fällt das Album doch eher in die Rubrik „sanfter Rock“. Um Gottes Willen liebe Earthbend Fans, ich gebe euch ja recht… Songs wie „Bones“ oder „Too Many Stars“ sind geil, aber ganz ehrlich… weckt das schon den Punk in euch. Oder prollt ihr bei „Scattergut“ bereits euren Konzertnachbarn an?

Bei mir jedenfalls hinterlässt die Band einen gemischten Eindruck. Einige Songs sind an Spielklasse nicht zu übertreffen, andereseits fehlt mir das ein oder andere Mal der Punk / Proll. Bei Myspace könnt ihr euch bereits einige der Songs vom neuen Album reinhören…




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