King's Tonic - Rock Monarchie
von: Stefan Schulze
Die Dortmunder Punkrocker KING'S TONIC haben jetzt den Nachfolger zu ihrer EP "21", das Full-Length Album "Rock Monarchy", veröffentlicht. Die Promoinfo spricht von rotzig, aggressiven Punkrock", aber ehrlich gesagt so rotzfrech ist es nicht. Gerade beim Opener und Titeltrack des Albums hätte ich mir was anderes vorgestellt. Klar, es rockt, aber stimmlich ist mir das ganz etwas zu glatt gebügelt. Es klingt eher nach der langsameren Ausgabe von amerikanischen Skate-Punk Bands. Dem Sound würde ein rotzfrecher Gesang besser stehen. Ein paar Vocal-Spielereien, ansonsten aber langatmiger Gesang, der mich kalt lässt. Ok, vielleicht müsste man dem Kind einen anderen Namen geben. Versteht man den Nachfolger "Modern Timers" als Alternative Rock Song, kann man das noch gelten lassen. Aber hey... es trieft vor Langweile... mehr fällt mir dazu leider nicht ein.
Ich wünschte mir nach dieser Aussage würde das schlechte Gewissen eintreten, denn das würde bedeuten, dass die Band in den folgenden Songs etwas besser macht. Ein wenig ist das auch so, denn mit "Punk Rococo" kommt meiner Meinung erstmals ein Song, der die Bezeichnung Punkrock verdient. Auch wenn der Refrain auch hier wieder ausgeleiert klingt, so ist der Rest des Songs wirklich anhörbar. Aber irgendwie scheint der Funke nicht überzuspringen. Und es dauert nicht lange bis bei "Renaissance" und "My Romanticism" die Skip Taste betätigt wird.
Doch die Band hat sich für dieses Album was einfallen lassen und gleich ein Split Album draus gemacht. So wurden Track 6 bis 9 deutschsprachig aufgenommen und auch das Album enthält den Beinamen "Monarchie des Rock". Die Songs "Rock Monarchy" (jetzt Rock Monarchie), "Punk Rococo" (jetzt Rock Rokoko) und "Renaissance" hat sich die Band dafür ausgesucht. Und ehrlich gesagt, die gefallen mir besser als die englischsprachigen Songs. Die Band versprüht bei "Rock Monarchie" einen Touch sportfreunde Stiller... was mich auf den Gedankenk bringt, ob die Band nicht tatsächlich auf deutschsprachigen Indie-Rock wechseln sollte. Das steht ihr besser. Ok, der Sound ist tatsächlicher würziger als der, der Musikerkollegen aus Germering, aber vielleicht zieht man so einen Vergleich als CD-Besprecher, wenn man noch die Worte "rotzig und aggressiv" im Kopf hat. "21 (weiter, weiter)", der Bonus Track des Albums, gefällt mir am besten, ist kann an der Gesamtwertung aber nichts mehr ändern. KING'S TONIC treffen einfach zu selten meinen Geschmack!
Promotext ist Promotext, doch was sagt die Band selbst zu ihrem Stil? Welche persönlichen Infos stellt sie bereit? Ein Blick auf die Homepage verrät es...NICHTS. Die 1-zu-1 Übernahme des Promotextes auf der Bandhomepage ist lediglich eine Lobpudelei Dritter... zu unrecht!
News 2010: King's Tonic verraten Album VÖ
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