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Death Of A Demon - Doomsday Euphoria

von: Stefan Schulze
Wertung:
9 von 10 Punkten
Label:
Fiendforce
V.Ö. Datum:
29.10.2010
10 Tracks
Artistinfos: Death Of A Demon
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Eine düstere Atmosphäre verbreitet das Intro des Albums „Doomsday Euphoria“. DEATH OF A DEMON nennen sich die Schaffer und die kündigten bereits auf ihrer Pre-Listening Party ein starkes Heavy Dark Rock Album an. Ja, es handelt sich um das Debütalbum der Band, allerdings sind hier keine Neulinge am Werk. Fronter Lou stand bereits bei THE SPOOK und den HEARTBREAK ENGINES am Mikrofon, suchte im Jahr 2008 aber nach einer neuen Herausforderung und gründete DEATH OF DEMON den The-Spook-Kollegen Jack III (Drums) und Lester Vail (Bass) sowie Heartbreak Engines Gitarrist Syd und Illustrator und Designer Jan Meininghaus, der sich nach einer musikalischen Pause dazu entschied, die Klampfe wieder für DEATH OF DEMON wieder in die Hand zu nehmen.

Wer bei Namen Fiendforce Records sofort an Horrorpunk denkt, sollte sich nicht irritieren lassen. Der Deal mit dem Label kommt doch eher dadurch zustande, das sich Musiker und Label bereits aus den Zeiten mit THE SPOOK bekannt sind. Musikalisch bleibt es zwar düster, aber mit Horrorpunk haben DEATH OF A DEMON nichts zu tun. Dark Rocker und Metaller dürfen sich auf druckvollen Sound freuen…

Den Auftakt macht nach dem Intro der Song „Holy Name“. Schwerfällige Riffs, treibende Drums und die typische Fronter Stimme von Lou, die schon bei seinen Vorgängerbands zu hören war. Allerdings ist das Drumherum ein anderes und verleiht dem Sänger auch eine aggressive und düstere Stimmfarbe. „Oblivion“, übrigens einer der Top-Songs des Albums ruft zum Headbanging auf. Schwerfällig, und doch geht die Melodie sofort ins Blut über.  Knapp als 5 ½ Minuten (An-)spannung, die den Hörer in die Welt der „Dämonen“ entführt. Ähnlich zeigt sich auch Track 5 „Dominate The Serpent“, allerdings ist der Song noch um einiges gitarrenlastiger… getreu des Ausrufes „Feel The Power“, zeigt Sänger Lou auch hier wieder was ihm steckt.

Grooviger startet „When The World Ends“ mit den Drums, bevor nach knapp 20 Sekunden die erste Gitarre dazu kommt. Erstmals hört man die Sänger Lou in einer ruhigen Stimmlage. Das hält aber nicht lange an, zumindest wechseln sich Shouts und „normaler Gesang“ schon nach kurzer Zeit ab. Starke Riffs sorgen für passend zum Titel für Endzeit Stimmung. Auf den Tempowechsel sollte an sich bereits bei diesem Song einstellen, steigt die Band doch noch eine Stufe bei „Resigned“ herunter. Tolle Dark Rock Ballade, bei der mir besonders gut die zweistimmigen Passagen gefallen. Außerdem kommt auch etwas Country-Stimmung auf. Der Refrain erinnert mich dann wieder stark an Monster Magnet und seinen Sänger und Gitarristen Dave Wyndorf. „Resigned“ enthält die emotionalste Stimmlage und hat sich zu meinem persönlichen Lieblingssong entwickelt. Neue alte Härte hört man dann bei „Black Eyed Woman“. Ein Song auf dem ich bereits - trotz Unterhaltung bei Pre-Listening Party im Essener Goethebunker . aufmerksam wurde. Denn der eingängige Refrain ist prädestiniert, um einen ganzen Chorus bei einem Live Gig auszulösen. Mit Sicherheit wird dies der Song sein, den Fans als erstes mitsingen können.

Nach dem schwerfälligen „St. Georgia“ erschreckt man sich etwas bei der Ankündigung von sieben Minuten Spielzeit. Zwar beginnt der letzte und gleichzeitig der Titeltrack des Albums  in den ersten zwei Minuten etwas zäh, aber genau das ist die Zeit, die man braucht, um sich an die tiefe und depressiv klingende Stimme zu gewöhnen. Anschließend wartet man nur noch darauf wartete, dass nach der 25-sekündigen Unterbrechung (Gitarrenpart) die zweite Strophe beginnt. In dieser Hinsicht ein echter Überraschungstrack und gleichzeitig ein guter Abschluss für ein noch besseres Album.

Während Songs wie „Oblivion“, „Resigned“ oder „Black Eyed Woman“ sofort einschlagen, bedarf es bei anderen Tracks etwas mehr Zeit. Es sind die typsichen Titel, die erst beim mehrmaligen hinhören ihre ganze Kraft entfalten. DEATH OF A DEMON legen mit „Doomsday Euphoria“ ein starkes Debütalbum hin. Dark Rock Fans und Düster Metaller werden auf der Suche nach Nachwuchs in diesem Genre an DOAD nicht vorbeikommen… und das zu Recht.

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