Three Days Grace - Life Starts Now
von: Nikola Nekic
Als ich mich intern für die Besprechung von Life Starts Now von Three Days Grace beworben habe, habe ich das in erster Linie augrund des Bandnamens und des Albumtitels getan. Das klang für mich irgendwie nach Hardcore, Leidenschaft und großen Melodien… Auch das Album-Artwork machte Lust auf mehr: Ganz modern in schwarz-weiß-pink gehalten, werden hier mit Elan Fernseher zerdeppert! Muss ja dann was gutes sein…, Rebellion und so…
Was ich dann zu Hören bekam, machte mich sprachlos. Absolut flacher, langweiliger Nickelback NüRock (nur echt mit den zwei Punkten über dem U). Übelste Schmalzballaden, gepaart mit einfallslosem Riffing und schleimigen Gitarrensolos. Dazu ein schmachtender Sänger, dessen lyrische Ergüsse lieber niemals an die Öffentlichkeit geraten wären. Das ist Ami-Rock der übelsten Art und Weise… Dazu wird das alles noch in einem Leder- und Nietenstrotzenden Outfit verpackt und mit ordentlich Kajal beschmiert. Aber bitte schön die Haarsträhnen ins Gesicht kämmen. Das wir dann alles noch schön wuchtig und perfekt produziert…so erreicht man eine möglichst kaufkräftige Zielgruppe.
Three Days Grace sind das uneheliche Kind von Nickelback, 30 Seconds To Mars und Barney Stinson von How I Met Your Mother (…die Anzüge auf den Promofotos). Wer auf „fette Rocksongs“ steht, Three Doors Down aber den Sell-Out vorwirft, kann hier bedenkenlos zugreifen. Der Rest (und das ist hoffentlich der Großteil der Erdbevölkerung) gratuliert der Band zu Konzerten in Footballstadien und ignoriert sie einfach weiter für den Rest aller Tage.
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