Betzefer - Freedom To The Slave Makers
von: Henning Moser
Nach fast vier Jahren harter Arbeit melden sich "Betzefer" aus Israel mit ihrem neuen Album "Freedom To Slave Makers" zurück.
Bereits beim ersten Hören des Albums wurde mir bewusst, warum diese Band die größte und erfolgreichste Metalband Israels ist und auch, warum "Betzefer" mittlerweile auch international zu den Größen der Szene zu rechnen sind.
Das ganze Album kann meiner Meinung nach durchaus als ein Meisterwerk in diesem Genre bezeichnet werden.
Der erste Song des Albums "Bestseller" beginnt metallastig und bietet dann einen nahtlosen, mit rockigen Riffs gepaarten Übergang, während dessen die Stimme des Frontmannes bereits gnadenlos zuschlägt. Dieser Song lässt teilweise Erinnerungen an die großartigen "Refused" wach werden, nicht zuletzt aufgrund der Vocals speziell zu Beginn des Songs, schon dieser Song zeigt die weitere Marschrichtung des Albums auf: Metal meets Hardrock meets Hardcore meets Rock N` Roll und selbst diese Aufzählung zeigt längst nicht alle Facetten dieser Scheibe auf.
Der zweite Song "Backstage Blues" wird mit sehr interessanten Gitarrenriffs eröffnet, der Gesang geht nun jedoch eher in Richtung Hardrock gemischt mit geshouteten Vocals, das sehr innovative Songwriting wird hier deutlich. Der Song enthält zudem mehrere Soli und sogar einen metallastigen Slam/Moshpart. Mit 5:09 ist dieser Track recht lang, wirkt jedoch an keiner einzigen Stelle langatmig.
Der vierte Song "Diamond Director" weist gewisse Ähnlichkeiten zu "Pantera" auf, die in diesem Kontext jedoch durchaus positiv auffallen, die beeindruckende Variabilität in der Stimme des Fronters wird in diesem Track besonders deutlich.
Der darauf folgende Song klingt wie eine Mischung aus "Metallica" und "Turbonegro", wodurch wiederrum deutlich werden dürfte, auf wievielen unterschiedlichen musikalischen Terrains sich "Betzefer" vollkommen sicher bewegen, wobei sie niemals kopieren, sondern gewisse musikalische Einflüsse lediglich nutzen, um ihren sehr innovativen und eigenen Sound auszubauen
Die beiden nachfolgenden Lieder "Empty Magazine" und "Doomsday" sind trashiger ausgelegt, wobei der letztere Song meiner Meinung nach als Flagschiff des Albums bezeichnet werden kann, ein großartiger und powervoller Song, ganz besonders im mittleren Teil.
Der mit 05:11 längste Song des Albums "Perfect Lie" beginnt wie eine Metalballade, wird jedoch nach und nach härter und ist mit einem tollen Solo ausgestattet.
Mit "Song For The Alcoholic" und "Heaven Sent" folgen dann noch zwei wütendere, verzweifeltere Tracks, die das Album mit einer weiteren Portion Power und Schnelligkeit abrunden.
Alles in Allem lässt sich sagen, dass in dieses Album wirklich jeder Freund/jede Freundin des Metal, Hardrock, Hardcore, Rock N` Roll, also jeder Befürworter/jede Befürworterin der härteren musikalischen Gangart einmal hereingehört haben sollte, denn solch ein innovatives und abwechslungsreiches Album bekommt man heutzutage eher selten in die Hände.
Uneingeschränkt empfehlenswert!
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betzefer_-_freedom_to_the_slave_makers.jpg186 K
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