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Störte Priester - Menschenfeind

von: Kai Paetsch
Wertung:
6 von 10 Punkten
Label:
Bandworm Records
V.Ö. Datum:
29.10.2010
14 Tracks
Artistinfos: Störte.Priester
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Die Störte.Priester aus Bayern haben ihre Hausaufgaben aber gut gemacht. Ich dachte erst, ich hätte hier eine Scheibe der Böhsen Onkelz im Player und nicht den aktuellen Output „Menschenfeind“. Denn alles was die Priester hier mit den 15 Tracks abliefern, erinnert mich sehr stark an die ehemals so polarisierende Kapelle aus Frankfurt. Polarisation scheint hier auch mit ins Kalkül gezogen worden zu sein, denn es werden so ziemlich alle bekannten Themen aufgegriffen, die irgendwie plakativ vermarktet werden können. Kirche, Knast, der Sittenverfall etc. stehen auf dem Programm. Selbst die Kiste mit dem Feindbild wird hier geöffnet. Schade, denn so unsympathisch sehen die Burschen doch gar nicht aus. Musikalisch ist hier wenig auszusetzen, denn handwerklich passt alles in dem Rahmen. Auch der Gesang ist zumindest stellenweise („Wieder Hier“, „Betrieb“) wirklich besser als das Original, aber leider wird nur allzu oft  versucht, das Organ von Kevin Russel zu kopieren. Selbst der bayerische Akzent hat hier was. Lichte Momente sind durchaus der Einsatz von weiblichem Gesang und Keyboards.

Mein Fazit: wer sich immer noch nicht von der Trennung der Böhsen Onkelz erholt hat und dem bereits alle Onkelz-Scheiben zum Halse raushängen, der kann hier bedenkenlos zugreifen; alle anderen, denen es genauso schwer fällt wie mir, angesichts der  ziemlich aufgesetzten Texte dieses Album zu hören, rate ich, vorher ein Ohr zu riskieren.  

Anspieltipps: Wieder Hier, Betrieb,

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