Popchaot - Audiofreak
von: Kai Paetsch
Mit manchen Reviews ist das so eine Sache. Man bekommt eine neue Scheibe zugeschickt und geht mal mehr mal weniger neutral an die Sache ran. Während die Musik läuft, schaut man sich die Infos vom Label an und bildet sich seine Meinung. Und genau das mache ich gerade, aber irgendwie kann oder will ich mir von dieser Scheibe keine Meinung bilden. Denn was da aus meinen Boxen dröhnt, ist irgendwie …schwierig. Ich habe so den Eindruck, als rauscht dieses Debütalbum der 3 Unbekannten ein wenig an mir vorbei. Obwohl solche Songs wie „Smart Bomb“ oder „Beat The Meat“ anfänglich durchaus Potential haben, kann sich nicht das richtige Feeling einstellen. Auch das Nirvana-Cover „Come As You Are“ ist irgendwie kraftlos, obwohl am Gesang durchaus Parallelen zu Mr. Cobain auszumachen sind.
Laut Info hat sich hier eine Horde Musiker versammelt, die sich vorher als Pizzaboten, Pornoverkäufer und Teilnehmer an Medikamententests verdingt haben. Und genau diese Erfahrungen, die sie in den jeweiligen Berufen gemacht haben, hat zu dieser energetischen Aufladung geführt, die diese Musik live tanzbar machen soll. Gut, vielleicht funktioniert diese Musik wirklich in einer alten Lagerhalle, die spontan zu einer illegalen Hinterhofdisco umfunktioniert wurde, aber aus der Konserve fehlt da noch ein wenig der Kick.
Da dies das das Debutalbum von Popchaot ist, kann man noch auf eine Steigerung hoffen. Freunde der schrägen elektrischen Musik können hier eventuell mal ein Ohr riskieren, aber eingefleischten Rockern dürften hier spätestens beim Song „Brainkiller“ nicht nur die Zehennägel wegfliegen.
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