Fahnenflucht - Schwarzmaler
von: Florian Stoffelen
Mit ihrem vierten Album “Schwarzmaler” legt die Punkformation aus dem Duisburger Hinterland glatte Steigerung zum Vorgänger Album hin. Das 12 Songs starke Album kommt mit flottem von Hardcore angehauchtem Deutschpunk daher und bekommt durch die druckvolle Produktion richtig Wucht. Schon nach den ersten Takten des Openers “Augen auf!” möchte man die Boxen noch etwas lauter drehen, damit die Nachbarn auch was davon haben.
Da Fahnenflucht, im Gegensatz zu vielen Genre Kollegen, ihre Songs textlich nicht mit Dumpfheit, sondern mit Witz und bissiger Kritik ausfüllen, können siet das Gaspedal noch ein bisschen weiter gen Bodenblech treten und haben sich so mit “Schwarzmaler” zum Beginn des Jahres aufjedenfall die Poleposition auf dem Deutschpunk-Sektor gesichert.
Wer vielleicht beim Opener noch zögert der wird spätestens beim zweiten Song “Schwarzmaler” sein Herz an diese Scheibe verlieren. Ein wirklich großartiges Album das die Reihe der guten Deutschpunk Alben die Fahnenflucht 2003 mit “KO System” begonnen haben , erfolgreich weiterführt.
Die fünf Jahre Wartezeit die seit “Wer Wind säht” ins Land gegangen sind, haben Fahnenflucht sehr gut genutzt und sich so in eine Liga mit Bands wie Dritte Wahl oder den Baffdecks gespielt. “Schwarzmaler” ist ein absolut durchdachtes Album mit sehr guten Texten und einem fantastisch druckvollen Sound. Was will man von einem Deutschpunk Album mehr?
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