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Very End, The - Mercy And Misery

von: Kai Paetsch
Wertung:
9 von 10 Punkten
Label:
SPV
V.Ö. Datum:
14.01.2011
12 Tracks
Artistinfos: Very End, The
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„Mercy And Misery“  ist der erste Major - Output der Fünfertruppe aus dem Ruhrpott. Und was die Jungs hier abliefern, kann mit Fug und Recht den Stempel "Amtlich" aufgedrückt kriegen. Der durchaus variable Thrash erinnert stellenweise  an Metallica zu "Master Of Puppets"-Zeiten (The Leper) und Sacred Reich (For All Things Undone).

Der Gesang von Björn Goosses droht nie, in eine nervende Richtung abzudriften, da die heutzutage so angesagten Schrei-Einlagen immer wieder durch sehr klare und melodiöse Gesangslinien aufgelockert werden. Und so liegt auch der Instrumentalen Abteilung ( Volker Rummer und Rene Bogdanksi an den Gitarren, Marc Beste am Bass und Neuzugang Daniel Zeman an den Drums) sehr daran gelegen, wüstes Geballer ab und zu mit ein paar nahezu Tanzbaren einlagen "aufzulockern"

Die gelungene Produktion von Waldemar Sorychta (Tiamat, Moonspell, Unleashed) passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge und drückt ordentlich ohne zu Steril zu klingen.

Über die Coverversionen kann man denken wie man will: ich oute mich jetzt mal als Musikhörer, dem Led Zeppelin noch nie viel bedeutet hat (nein, auch bei Stairway to Heaven bekomme ich keine Gänsehaut) und so läuft der "Immigrant Song" nebenher an mir vorbei. Aber "Maniac" von Michael Sembello (Bonustrack auf der Ltd Edition) bekannt aus dem Film "Flashdance", finde ich sogar ganz witzig, denn wer hört nicht gerne mal ne alte Pop-Nummer mit ein paar fetten Gitarren?

Alles in allem ist "Mercy And Misery" eine Scheibe, welche durchaus die Berechtigung hat, in einem Zuge mit den wieder auferstandenen "alten Helden" der Thrash-Szene genannt zu werden. Dies soll aber nicht heißen, dass ihr Sound "Retro" ist. Ganz im Gegenteil: das ist der Sound, wie ins Jahr 2011 gehört. Ich freue mich schon auf weitere Aktivitäten der Jungs und bin mir sicher: da wird noch was kommen! Durchaus Ausbaufähig!

 Meine Anspieltips: "Blacklisted" und "Dead Is The New Alive"

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