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Feuerschwanz - Wunsch Ist Wunsch

von: Stefan Schulze
Wertung:
8 von 10 Punkten
Label:
Deaf Shepherd
V.Ö. Datum:
18.03.2011
14 Tracks
Artistinfos: Feuerschwanz
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Feuerschwanz, Mittelalterrock mit einem hohen Humorfaktor. Und das beginnt schon mit dem Text von „Es war einmal… (Teil 4). Prinz R. Hodenherz wacht mit Met-Fahne auf und los geht’s… mit „Wir lieben Dudelsack“. Rock mit Dudelsackklängen und textlich die folgenden Erläuterung: Wir lieben Dudelsack – Schalalalaaa, wir lieben Dudelsack – Spielmann ist geil!“ und wehe ihr denkt schon wieder an Schweinereien, wenn die Band „Viele Löcher kannst du Melodien spielen“ singt, auch wenn dies nach Titel eines Pornofilms klingt.

Absoluter Ohrwurm ist der Track „Jungfernkranz“. Catchy Melodien und Frauenstimmen die rufen „Noch ein Horn Met, wir wollen Met Met Met“. Der Mix zwischen deutschen Rock, Mittelalter Melodien und Texten die viel Interpretationsfreiheit lassen. Die Songs machen Spaß und sind wie auch beim Titeltrack echte Hinhörer. In diesem Fall bestimmt Rhythmusgefühl und eine zarte Frauenstimme (von der einzigen festen Frau der Band: Johanna von der Vögelweide) den Song. Und glaubt mir, das schmunzeln wird immer größer, wenn man sich erzählen lässt, wie der Fee irdische Lüste beigebracht werden.

„Hart ist Holz ist mein Problem“ heißt eine Textzeile des Songs „Latte“ und jedem dürfte schon jetzt klar sein, worum es sich hierbei handelt und auch der Titel „Monogamie“ lässt sofort auf den Inhalt schließen, oder? „Zeige mir die Freuden der Monogamie, entweder kapier es heute oder nie“. „Maria“ könnte als Spielmanns-Song auch als Karnevalsklassiker in Kölle zur fünften Jahreszeit ertönen. Das ist mir dann schon fast etwas zu viel an Kneipenschunkler. Klassischer und Anfangs Mediterran geht’s mit dem Song „Des Kriegers Sohn“ weiter. Erstmals ein ernster Hintergrund und eine Ballade. Inhaltlich handelt es über das Treiben der Kriegers während der Zeiten der Schlacht und der Ehefrau zu Hause. Die rockigen Elemente, wie die genialen Gitarrenparts, sind klasse und gefallen mir schon fast besser als der Hang zu den Mittelalterklängen… zumindest bei den ernsten Songs.

Insgesamt 14 Tracks sind auf dem auf dem Album und die bei den meisten spielt die Gewisse Portion Humor und Ironie mit. Und so wird „Der Henker“ zum „Tulpenstengel stutzer“ und der Text des Songs „Met Maschine“ erhält mit den Worten „Dann stecke den Zapfhahn in den stutzen“ irgendwie zweideutige Aussagen.

Das ist mal ein anderes Album und mit Bands wie IN EXTREMO oder SUBWAY TO SALLY nicht zu vergleichen. Hier spielt einfach mehr Witz eine Rolle und das macht auch gleich den Sound insgesamt viel „spielfreudiger“. Außerdem fixiert sich die Band nicht nur auf Mittelalterklänge und so gelingt hier ein toller Mix aus eingehenden Melodien und witzigen aber durchdachten Texten. Keine Album was tiefe Gefühle hervorruft, dafür aber deutliche die Stimmung anheben kann. Toll!... Einziger Wehmutstropfen... Kein Dauerspieler, sondern eher ein Album was bei "Bedarf" vom Plattenschrank im Player landet!

Mehr über Feuerschwanz:
News 2010: Neuigkeiten von Burg Feuerschwanz




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