Black Space Riders - Same
von: Kai Paetsch
Der Weltraum. Undendliche Weiten… Wenn man auf die Tracklist der neuen Scheibe der Black Space Riders aus Münster schaut, fühlt man sich unweigerlich an alte Schinken aus den 60ern des letzten Jahrhunderts erinnert. Aber wenn die Musik dazu kommt, ist das Nostalgische wie weg geblasen. Denn das was die vier Jungs uns hier um die Ohren hauen, hat jede Menge Biss und eine Gitarre, die fast auf dem Boden hängt. Und das mit der Gitarre kommt aus zweierlei Gründen: zum einen haben die Black Space Riders die Scheibe komplett analog aufgenommen und so einen Sound kreiert, der heutzutage Seinesgleichen sucht. Dieser Umstand passt auch zu der Musik wie die berühmte Faust auf’s Auge, denn die Einflüsse sind nicht von der Hand zu weisen: einen Happen Monster Magnet, ein wenig Black Sabbath und als letzte Zutat sind die alten Helden von Kyuss vertreten. Dies soll aber jetzt nicht mit Ideenlosigkeit gleichzusetzen sein. Im Gegenteil: die Black Space Riders machen ihre Sache ausgesprochen gut und mischen die Zutaten perfekt. Auch die atmosphärischen Zwischenparts sind als Downer gut eingesetzt. Obwohl die Scheibe es auf eine Spiellänge von nahezu einer Stunde bringt, kommt jetzt nicht das Verlangen auf, die Skip-Taste zu drücken. Und auch wenn mal das Gaspedal durchgetreten wird (Voodoo Spaceship), fühlt man sich unweigerlich an Motörhead zu Ace Of Spades –Zeiten erinnert. Grandios!
Meiner Meinung nach ist dies Album für Freunde der obengenannten Acts auf jeden Fall ein Reinhören wert, da hier mit sehr viel Liebe und einem zwinkernden Auge Musik gemacht wird, die sich doch ein wenig vom Einheitsbrei und Trendgedudel der letzten Zeit wohltuend abhebt. Ich kann mir vorstellen, von den Black Space Riders in Zukuft noch einiges zu hören!
Space-Doom, Baby!
Anspieltips: Space Trilogy, Voodoo Spaceship, Hide From The Spacelight
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