Spellbreaker - Manifest Destiny
von: Kai Paetsch
Die Bielefelder Band Spellbreaker ist im Ostwestfälischen Umland schon so etwas wie eine Institution. Sie sind Live präsent und so erfreuen sie sich einer treuen Anhängergemeinde. Und so verwundert es nicht, dass sie bereits im Vorprogramm solch illustrer Bands wie Varg, Tankard, Obituary oder zuletzt Onkel Tom Angelripper gespielt haben. Und obwohl sie erst seit 2005 mit diversen Besetzungswechseln bestehen, können sie schon auf 3 Veröffentlichungen zurückblicken. Und der letzte „Manifest Destiny“ dreht sich gerade in meinem Player.
Obwohl laut Band-Info die Spielart mit thrashigem Death Metal angegeben wird, geht die Reise in viele Bereiche. Bei dem Opener „The New World“ bemerkt man sehr schnell den dominanten Bass von Sänger Lance. Erinnerungen an Iron Maiden werden wach. Dies verdichtet sich auch bei dem ruhigen Song „The Long Walk“. „Wilderness Of War“ lässt Parallelen an Anthrax zu „Fistful Of Metal“-Zeiten erkennen, während „Badlands“ sehr eigenständig und Tight (ich liebe dieses Wort!) dargeboten wird. Überhaupt ist die instrumentale Arbeit sehr gelungen. Der bereits erwähnte dominante Bass macht es nicht nötig, die Gitarre von Axeman Töbi zu doppeln und das Schlagzeug von Börgy kommt auch auf den Punkt. Textlich kann man „Manifest Destiny“ als 2fach Konzeptalbum klassifizieren. Während die ersten fünf Songs von den US-amerikanischen Ureinwohnern und dessen Genozid handeln, verarbeiten die letzten drei Songs den Generationskonflikt. Sänger/Bassist Lance ist übrigens für das gesamte textliche Konzept des ersten Konzeptes von „Manifest Destiny“ verantwortlich, da er als US- Amerikaner eine direkte Verbindung zu der Thematik hat.
Die Produktion finde ich in einigen Bereichen sehr schwach und sie sorgt dafür, dass der Grunzgesang von Lance mitunter derbe untergeht. Und das, obwohl kein geringerer als Guido Wehmeyer, bekannt als ehemaliger Gitarrist der deutschen Metal Institution Axxis an den Reglern saß. Schade, denn dieses Album hat wirklich Potenzial und ich kann nur hoffen, dass der Sound beim nächsten Album besser wird. Sonst ist „Manifest Destiny“ ein wirklich gelungenes Album einer jungen Band und ich glaube, wir werden noch einiges von ihnen hören. Zu gönnen wäre es ihnen allemal.
Anspieltipps: March Of The Ironhorse, Act I – The Summoning
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