Deva - Between Live And Dreams
von: Stefan Schulze
Rock / Metal trifft Oper? Ja, so ist es… 11 Songs hat das Quintett um die Opernsängerin Beatrice Polumbo geschaffen. Das Ergebnis ist das neue Album „Between Life And Dreams“, welches mit einem gefühlvollen halbminütigen Intro beginnt. Der passende Titel „Your Voice“ hat es in sich. Denn hier kommt die Stimme der Sänger richtig zur Geltung. Gepaart mit dem rockigen Sound und den tollen Gitarrenparts wird der Song zum echten Hinhörer. Hier wird klassischer Gesang ähnlich wie bei Liv Kristine oder Tarja Turunen geboten. Das ist nicht neu und hat den Nachteil, dass der Schuss auch mal nach hinten losgeht.
Das ist beispielswiese beim Song „Dancing Line“ der Fall. Sobald die Rock-Regler runtergefahren werden, sinkt auch die Hörfreude. Über diesen knapp siebeneinhalbminütigen eher langweiligen Song, hilft auch der gitarrenlastige Instrumentalteil nicht hinüber. „New Essence“, die Rockballade des Albums. Doch die hohe Gesangsstimme übt auf mich keine große Anziehungskraft auf mich aus. Und trotz der instrumentalischen Unterstützung wirkt der Song irgendwie zerbrechlich. Für was ich mich dann aber doch was abgewinnen kann, sind wieder die starken Gitarrenparts, die alleine schon durch ihre Tempo- und Melodiewechsel für Schwung sorgen.
Es ist ein Wechselbad der Gefühle. Mal genial mal, mal nicht überzeugend. Fakt ist, das Album ist technisch 1A. Wie abgestimmt Musiker und Sänger auf einander abgestimmt sind, hört man auch sofort beim Song „Love And Faith“ heraus. Deva machen Musik für Romantiker und für Fans von klassischem Gesang gepaart mit Rockmusik. Meinen Ton trifft es nicht wirklich. auch wenn technisch alles lupenrein klingt, es ist mir oft zu märchenhaft. Ich möchte aber behaupten dass die Bewertung des Albums auch von der Stimmungslage des Hörers abhängt. Wer es schafft, kann sich gerade bei Balladen wie „Fading From Here“ zurücklehnen und träumen, mir selbst gelingt das leider nicht. Für Ablenkung sorgen bei mir nämlich schon die technischen und spielerischen Details (Bsp. „Karma p.t 1-1969-Escape). Die sind zwar interessant, machen den Song aber nicht gleich gut…
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