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Black Sleep Of Kali - Our Slow Decay

von: Henning Moser
Wertung:
8 von 10 Punkten
Label:
This Charming Man Records
V.Ö. Datum:
27.05.2011
7 Tracks
Artistinfos: Black Sleep Of Kali
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"Black Sleep Of Kali", die vier Sludger/Doomer aus Denver, Colorado sind nach ihrer Demo aus dem Jahre 2009 mit ihrem ersten Langspieler "Our Slow Decay" am Start.

"There Is Nothing", der Opener auf "Our Slow Decay" fängt mit sehr düsteren Riffs an, die sich aber im Laufe des Songs meist in etwas höheren Tonlagen bewegen und der Gesamtsound sich somit vom düstersten Doom eher Richtung Heavy Metal entwickelt und man dadurch, zumindest in meinem Falle etwas verwirrt dasteht, da die Mischung zwischen düsteren Abgründen, eher höherem Gesang und fast lupenreinen Heavy Metal-Riffs zuerst ungewöhnlich fürs Gehör ist.

Mit "The Crow And The Snake" geht die Platte eigentlich genau in dieser Art und Weise weiter, wobei das Tempo hier im Vergleich zum Opener deutlich angehoben wird und man aufgrund der bereits zuvor beschriebenen erst gewöhnungsbedürftigen Mischung nicht mehr ganz so verwirrt dasteht.

Der dritte Song "Eulogy" wird einfach nur mit einem absolut geilen Riff eingeleitet und die Stimme des Fronters Taylor passt einfach perfekt in den Song hinein. Zudem ist dieser Song vom Gesamtsound her etwas düsterer und der Doom steht hier somit mehr im Vordergrund. Hier kommt auch ein ziemlich cooler Downbeat-Moshpart zum Einsatz, der die Düsterkeit des gesamten Songs noch fördert, jedoch gibt es auch hier wieder hellere Heavy Metal-lastigere Parts.

"The Great Destroyer" ist mit seiner Länge von 08:23 der mit Abstand epischste Track auf "Our Slow Decay" und hier wird eine ziemlich dicke Soundwand aus dichten Doombeats, Heavy Metal-Elementen, Doublebassattacken, hellem, teilweise etwas psychedelischem Gesang, Shouts und fetten Downbeat-Moshparts aufgefahren. Der ganze Sound ist absolut passend für die Länge des Liedes und es wird an keinem Punkt langweilig.

Der Kracher des Albums ist für mich persönlich "In Time", denn dieser Song ist einfach geil und macht Spaß ohne Ende. Das Intro des Songs erinnert zumindest mich unweigerlich an Ozzys beste Tage und auch sonst ist der Sound dieses Tracks einfach nur klasse, angefangen vom geilen, düsteren Hintergrund, der zwischendurch benutzten kurzen, abgestoppten Gitarrenanschläge und der coolen, hier wieder teilweise sehr psychedelisch anmutenden Stimme des Fronters.

Der vorletzte Song "Cries Of The Crow" beginnt etwas gemächlicher und atmosphärischer und geht auch vom weiteren Sound her eher in die moderne, weniger düstere Metalrichtung und hin und wieder werden auch kleine Heavy Metal-Bridges bzw. Solis eingestreut.

Der letzte Track "End With No Beginning" beginnt wieder um einiges schneller und agressiver und dies bleibt während des Restes des Tracks meistens auch so, wobei der Gesang zwischenzeitlich wieder freundlicher wirkt und auch melodiösere, hellere Parts hinzugefügt wurden. Bei diesem, wie auch eigentlich bei allen anderen Tracks arbeiten beide Gitarren sehr passend zusammen und sorgen für einen interessanten Gitarrensound der sich stets zwischen ziemlich düster und heruntergestimmt und heller und freundlicher bewegt, was bei mir teilweise für eine eher positive Verwirrung sorgte.

Im Gesamten bleibt mir eigentlich nur noch zu sagen, dass dieser Debüt-Langspieler absolut gelungen ist und offen legt, wie viel Potenzial in dieser noch jungen Band liegt. Diese Platte sollten sich alle zu Gemüte führen, die auf irgendeine Weise klassischen Metal, gepaart mit modernen düsteren Doom/Sludge-Elementen mögen und auch allen anderen sei gesagt, dass es sich in diesem Falle absolut lohnt, die etwaigen Scheuklappen abzulegen und mal eine vielleicht ganz neue musikalische Erfahrung zu machen.

 

 




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