Tribal - Corner Of A Circle
von: Stefan Schulze
TRIBAL, ein Rock-Quartett aus der Schweiz, das im Jahr 2005 mit „Cardboard Heroes“ ihr Debütalbum veröffentlicht. Schon seit dem 11. September 2009 ist das zweite Werk erhältlich und nun widmen auch wir uns den Sound von TRIBAL. Mit „Holy“ gibt es dann einen ersten kraftvollen Eindruck und melodischen Auftakt der Band.
Und obwohl der Nachfolger auf den Titel „No More Emotions“ hört, beginnt der zweite Track langsam und gefühlvoll. „I Wanna Get Out Of Here“ klingt es mehrfach aus den Boxen und Fronter Greg und steigert seiner Gesang von schlicht bis hin zur wütenden Aussage. Diese fünf Minuten des Albums sind druckvoll und schnell wird klar, hier herrscht ein Kampf zwischen Melancholie und musikalischer Härte! „Paralyzed“, eine Rockballade die bei mir das „Mitreißer“-Gen nicht aktiviert. Macht aber auch nichts, denn „Take Me Away“ nimmt mich, wie der Titel es schon sagt… weg. Weg aus dem Alltag und das gelingt dann mit stampfenden Beats und der leicht hypnotisierende aggressiveren Stimmlage, die zum Teil an den im April 2010 verstorbenen Type O Negative Fronter Peter Steele erinnert.
Auch auf dem Album enthalten, die bereits 2007 erschienene Promo-Single „Higher“. Emotional Rock, bei der Frauchen dahin schmelzt, ich gedanklich aber schon bei den druckvolleren Songs bin. So wie der Titeltrack „Corner Of A Circle“! Ein Stück mit tollen Gitarrenparts und bei dem eine mystisch dunkle Stimmung hervorgerufen wird. Vielleicht ist es das noch kalte aber schöne Wetter, aber ich werde mit den langsamen Rocksongs / Rockballaden (Reign Of Silence / Stars / Fly Across The Universe / Dangerous) nicht wirklich warm. Auch wenn letztgenannter dem Gitarristen Mark genug Zeit einräumt, federführend in die Saiten zu greifen. Technisch sind die Songs 1A und nicht nicht so, dass man sich gleich von der Brücke stürzen müsste, aber die düsteren und kraftvollere Songs wie „Jump Off The Bridge“ und „Communication Failed“ und der knackig kurze powervolle Track „No Regrets“ gehören einfach zu den Titeln, die gleich bei den ersten Tönen Spaß machen. Und tatsächlich steht es der Band auch mal gut, einen Song in zweieinhalb Minuten abzuspulen und richtige in die Saiten zu hauen… wenn man es so nennen kann, mit Sicherheit einer der aggressiv klingenden Tracks.
Die einmonatigen Recording Sessions haben sich gelohnt. Ein perfekter Klang der da in Zusammenarbeit mit Co-Produzent Rolf Munkes in den hessischen Empire Studios entstanden ist. 13 Tracks, die ausgereift klingen und der Band trotz einiger Vergleiche eine ganz persönliche Note geben. Meine persönliche Gefühlsnote wird dabei nicht zwar nicht immer getroffen, dennoch...
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