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Lucky Devils, The - Goin' Mad

von: Stefan Schulze
Wertung:
9 von 10 Punkten
Label:
Crazy Love Records
V.Ö. Datum:
04.09.2008
13 Tracks
Artistinfos: Lucky Devils, The
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Die Digi-Pack Edition mit dem 16-Seitigen Booklet macht schon was her. Ob das musikalische Verhältnis des französichen Trios von The Lucky Devils auch dazu passt, werdet ihr in dieser Rezension über das vierte Studioalbum der Band erfahren. Eingestiegen wird mit dem Bennie Benjamin Cover "Don’t Let Me Be Misunderstood" (wahrscheinlich eher bekannt durch die Versionen von The Animals oder Elvis Costello etc.). Ein gelungener Einstieg. Schnell, mit Power, Psychobilly, Power Rock'n'Roll, wie immer man es mag... und das schönste, die Stimme von Philippe Nowak a.k.a. Lucky Phil hat durchgehend den französichen Touch des englischsprachigen Songs behalten.

Es gibt einige Gastmusiker, die sich die Band als Unterstützung dazu geholt. Beim Song "Runnin' Away" ist dies kein geringerer als Mark "Mad Dog Cole". Der slappende Bassist ist hier mit Sicherheit der Musiker, der den Song in windeseile vorantreibt. Und so ist auch schon nach knapp zweieinhalb Minuten schluss. Kurz darauf folgt "Gangters", ein Song der es nötig gemacht hat, sich ein weiteren Musiker und somit auch ein weiteres Instrument ins Boot zu holen. Aus dem Trio wird ein Quartett und dieses vervollständigt Saxophonist Christian von der deutschen Band Paddlecell! Einer meiner Top-Songs folgt mit "Leave Me Alone". Rauher Rock'n'Roll Sound zu dem das Trio als klassische Spielform dann auch wieder passt. Schnell, trashig, der Song hat den Beat... FETT!

BDSM-Szene-Liebhaber dürfte der darauffolgende Song "Bondage" interessieren. Musikalisch sowieso ein Leckerbissen, aber auch phantasieanregend. Besonders wenn ich mir den Kerl mit der Gerte im Mund anschaue, der das Hintergrundbild der Lyrics im Booklet ausmacht. Und ich bin mir sicher, prozentual wird das Interesse an dem Album genau so hoch sein, wie die Anzahl der Menschen deren Sexualphantasien Fesselspielchen enhalten. Lt. einer aktuellen Studie ist diese Zahl echt nicht unerheblich... Lassen wir das und wenden uns den rest der Songs zu.

The Doors! Ok, covert man halt mal den The Doors Song "People Are Strange". Ein angemessen ruhiges Stück, dass mich allerdings nicht so anmacht wie der Vorgängersong. Anders hingegen der bereits achte Track des Albums "Drink It Away". Kurze und knappe Aussage des Inhalts: Jede Lebenslage ist zum saufen da. Danke, das wollte ich einfach nochmal bestätigt haben. Prost! Ein Top-Song ist nicht etwa der neunte Song "Psycho-Biene" - hm, hört sich so an -, sondern der Song mit dem Titel "Psycho Pin-Up". Auch hier hat Saxophonist Chris zur Unterstützung wieder Hand angelegt.

Auch wenn bei "Suicide" nochmal einen dreiminütigen Durchhänger erlebt, ändert das nichts an dem richtig guten Gesamteindruck. Gerade auch weil die letzten drei Songs mit dem Vice Squad Coversong "Last Rockers - bei dem auch eine unbekannte weibliche Person singt -, "Goin' Mad" und "Born To Die" nochmal richtige Knaller sind. Was soll ich sagen... besser nichts...




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